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Was steht für Makler und Verwalter im Wahlprogramm der CDU/CSU?

Inhaltsverzeichnis

Mit dem Wahlprogramm schreiben die Parteien die Vorhaben fest, die sie in der kommenden Legislaturperiode umsetzen wollen.

Für alle Lobbyisten ist es demnach ein wichtiges Signal, wenn eines der eigenen verbandspolitischen Ziele im Wahlprogramm auftaucht. Die Chance, dass dieses in der folgenden Legislaturperiode umgesetzt wird, steigt erheblich.

Wie steht es um die berufspolitischen Themen der Immobilienmakler und Verwalter?

Verbraucherschutz

Interessanterweise wird der berufsrechtliche Teil des CDU/CSU-Wahlprogramms mit dem Stichwort Verbraucherschutz eingeleitet. Offensichtlich fällt es schwer, berufsrechtliche Regeln in einem anderen Kontext zu sehen und durchzusetzen.

Für die Berufsgruppen der Immobilienmakler und Verwalter ist es aber sehr interessant, dass sie unter dem Stichwort des Verbraucherschutzes erwähnt sind.

Der Wortlaut im Wahlprogramm:

„Verbraucherschutz bei Bau- und Dienstleistungen im Immobiliensektor ausbauen. Das betrifft zum Beispiel das Bauvertragsrecht und die Wohnungsverwaltung.

Für Maklerleistungen wollen wir klare bundeseinheitliche Rahmenbedingungen schaffen, um mehr Rechtssicherheit zu erzielen. Vermieter und Mieter sollen weiter als Auftraggeber auftreten können.“

Das sagt der DDIV – Dachverband der Immobilienverwalter in Deutschland

CDU/CSU beabsichtigen den Verbraucherschutz beim Wohnungseigentum auszubauen. Der DDIV begrüßt diese Ankündigung und sieht dies als Ausweis seiner Anstrengungen zur Einführung von Zugangsvoraussetzungen für Immobilienverwalter.

Kommen die Berufsregeln für Verwalter?

Der DDIV meint, dass mit dieser Formulierung im Wahlprogramm die beiden Regierungsparteien die gestiegenen Anforderungen an Haus- und Wohnungseigentümer anerkennen.

Die jahrelangen Forderungen des Spitzenverbandes der Verwalterwirtschaft nähme die Politik damit ernst und erkenne an, dass Zugangsvoraussetzungen für die Tätigkeit als Immobilienverwalter zum Schutz der Vermögensbildung und der Altersvorsoge dringend notwendig seien.

Neue Fälle von Missbrauch und Missmanagement von Immobilienverwaltungen deuteten ebenfalls darauf hin, dass es dringend einem Minimum an fachlichen Voraussetzungen und Versicherungsschutz geben müsse, um als Immobilienverwalter tätig sein zu können.

Bisher genügt für Immobilienverwalter allein eine Anmeldung beim Gewerbeamt.

Auch der Immobilienverband IVD begrüßt dieses Vorhaben.

Der Verband geht davon aus, dass die CDU die Immobilienberufe künftig stärker regulieren und einen Qualifikationsnachweis für Immobilienmakler einführen wolle.

Dieser Schritt sei nach Ansicht des IVD dringend notwendig und überfällig. „Die Aufgaben und die Verantwortung der Makler und Verwalter steigen zunehmend und sind in den vergangenen Jahren so umfangreich geworden, dass gewisse Marktkenntnisse und Kompetenz zwingend erforderlich sind“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD.

„Wir fordern daher schon seit Jahren die Einführung eines Sach- und Fachkundenachweises.“ Die bloße Erteilung der Gewerbeerlaubnis zur Gründung eines Immobilienmaklerunternehmens oder zum Immobilienverwalter reicht bei weitem nicht aus und kann am Ende dem Verbraucher schaden.

Immobilienverband kommentiert Vorhaben zum Maklerrecht

Auch zum sogenannten „Bestellerprinzip“ bezieht die CDU/CSU im Regierungsprogramm  Stellung und spricht sich nach Ansicht des IVD dafür aus, dass sowohl Mieter als auch Vermieter weiter als Auftraggeber auftreten können.

Der IVD sieht hier keinen Handlungsbedarf und warnt vor Eingriffen des Gesetzgebers: „Der Markt regelt die Verteilung der Gebühren in der Regel selbst, die Vertragsfreiheit sollte gewährleistet bleiben. Der Höhe nach ist die Provision ohnehin auf zwei Monatskaltmieten beschränkt“, betont Schick.

Es tut sich was im Berufsrecht der Makler und Verwalter

Die SDP und die Grünen wollen im Maklerrecht eine Veränderung vornehmen. Die CDU/CSU hat nun veröffentlicht, dass sie bei Wohnungsverwaltern und bei der Provisionsregelung Handlungsbedarf sieht.

Damit wird sich in der kommenden Legislaturperiode mit einiger Sicherheit etwas im Berufsrecht der Immobilienberufe tun.