Immobilien-Investments: Finger weg

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Immobilien gelten immer noch als Krisenabsicherung. Das stimmt für die selbstgenutzte Immobilie. Doch Investments in diesem Sektor sind viel zu risikoreich. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Die Deutschen setzen zur Krisenabsicherung auf Immobilien.

Ich warne schon seit Jahren davor, zu viel Kapital in Immobilien zu binden. Das hat gleich mehrere Gründe.

Wucherpreise und Gefahr der Blasenbildung

Grundsätzlich sind die Preise in Deutschland für Immobilien schon viel zu hoch. Nicht nur in einigen wenigen Teilen des Landes, sondern in vielen Regionen kann man von einer Immobilienblase sprechen.

Selbst die Bundesbank hat schon im Jahr 2014 die Gefahr einer Blasenbildung in deutschen Metropolen herausgestellt. Und aus persönlicher Anschauung im süddeutschen Raum kann ich Ihnen nur sagen:

Die Preise springen immer weiter nach oben. In vielen Regionen sind kaum noch Immobilien unterhalb von 300.000 € zu bekommen.

Und hierbei geht es nicht um ordentliche Immobilien in Top-Lagen. Nein, oft werden regelrechte Bruchbuden zu völlig überhöhten Preisen angeboten.

Doch was mich wirklich erschreckt: Diese Häuser werden nicht nur angeboten, sie werden auch verkauft!

Das aktuelle Niedrigzins-Niveau treibt extrem viele Investoren in Immobilien. Dabei sind die Risiken nicht zu unterschätzen.

Wie das Wort schon sagt, sind Häuser oder auch Eigentumswohnungen immobil. Sie können also im Krisenfall nicht flexibel an einen anderen Ort gebracht werden. Das widerspricht grundsätzlich meiner flexiblen Krisenschutz-Strategie.

In der Krise drohen hohe Verluste bei Immobilien – und zusätzlich noch staatliche Abgaben

Sollten Sie also in eine Krisenlage kommen, wären sie zu einem Notverkauf einer Immobilie gezwungen. Das bedeutet in vielen Fällen das Realisieren eines Verlustes.

Doch Immobilien bieten noch weitere Risiken, die von extrem vielen Neulingen überhaupt nicht gesehen werden.

Gerade in Krisenzeiten ist der Staat immer wieder auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Immobilien bieten hier eine erstklassige Chance.

Durch die Einträge im Grundbuch ist genau nachvollziehbar, wer Eigentümer von Immobilien ist. Daher bieten sich Immobilien auch sehr gut an, um Zwangsabgaben von Bürgern einzuziehen. Das hat es nicht nur in der deutschen Geschichte gegeben.

Vor allen Dingen kam dies in den vergangenen Jahren auch schon in einigen Euro-Krisenländern vor:

Griechenland hat eine kurzzeitige Immobilien-Sonderabgabe eingeführt. Und auch in Italien gab es zunächst weitreichende Pläne, die dann wieder teilweise zurückgenommen wurden.

Fazit

Die Grundtendenz ist für Sie aber schon erkennbar: Immobilien bieten meiner Ansicht nach zu viele Risiken – insbesondere beim von mir erwarteten bevorstehenden Crash.

Immobilien und flexible Vermögens-Aufteilung widersprechen sich. Daher rate ich auch stetig davon ab, Immobilien als Investment zu erwerben. Allein die selbstbewohnte Immobilie zur Altersvorsorge ist sinnvoll, mehr jedoch nicht.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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