Milliardenschwerer Zusammenschluss im Immobiliensektor

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Nächster Milliardendeal auf dem Immobilienmarkt: Aroundtown und die CPI Property Group wollen Londoner Gewerbeimmobilienspezialisten Globalworth schlucken. Stärkere Präsenz in Osteuropa angestrebt (Foto: Scanrail1 - Shutterstock.com)

Der nächste grenzüberschreitende Milliardendeal bahnt sich an: Der Immobilienkonzern Aroundtown peilt die Übernahme des in London notierten Rivalen Globalworth an. Um die Firma komplett zu schlucken, schließen sich Aroundtown und CPI Property Group nun zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Beide halten gemeinsam bereits 51,5% an dem Immobilienkonzern.

Mit dem Angebot wollen die beiden Firmen aus dem gedrückten Aktienkurs Kapital schlagen. Vor der Offerte hatten die Aktien von Globalworth in diesem Jahr 17% verloren, nachdem sie schon 2020 um 23% in den Keller sackten.

Aroundtown – bislang Fokus auf Niederlande und Deutschland

Aroundtown ist ein Immobilienunternehmen, das sich auf Objekte in Deutschland und den Niederlanden spezialisiert hat. Aroundtown investiert in Gewerbe- und Wohnimmobilien mit guter Wertentwicklung. Ein Großteil der Immobilien befindet sich in Berlin, NRW, Frankfurt und München, sowie in anderen Großstädten in Deutschland und den Niederlanden. Die Gewerbeimmobilien werden von dem Unternehmen gehalten, darüber hinaus hält das Unternehmen bedeutende Anteile an Grand City Properties S.A., welches sich hauptsächlich auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt konzentriert.

In der deutschen Hauptstadt ist auch CPI vertreten, das mit Objekten in Tschechien zudem wie Globalworth in Osteuropa engagiert ist.

1,6 Milliarden Euro für die Expansion in Osteuropa

Nun will der Konzern mit der Übernahme seinen Fokus deutlich ausbauen: Hierzu haben Aroundtown und CPI Property Group eine Übernahmeofferte für Globalworth auf den Tisch gelegt. Über ein Gemeinschaftsunternehmen bieten beide Firmen für den Immobilienspezialisten 1,57 Milliarden Euro. Das entspricht einem Preis von 7 Euro je Aktie, was rund 20% über dem Schlusskurs vor der Übernahmemeldung liegt.

Mit dem Deal erweitern die beiden Firmen ihr Geschäft in Osteuropa. Bislang halten beide nach eigenen Angaben bereits 51,5 % an dem auf Bürogebäude in Polen und Rumänien spezialisierten Unternehmen Globalworth. Der verbleibende Anteil hat damit ein Volumen von 774 Millionen Euro. Lanciert wird die Offerte über ein Vehikel namens Zakiono Enterprises mit Sitz in Zypern.

Globalworth will die Offerte prüfen

Die Reaktion des auf der Kanalinsel Guernsey registrierten Konzerns Globalworth fiel bislang eher zurückhaltend aus. Offenbar gab es vor der Offerte keine Annäherung. Nun soll ein unabhängiger Ausschuss das Übernahmeangebot prüfen. Den Globalworth-Anlegern wurde empfohlen, noch nicht auf das Gebot zu reagieren.

3 Milliarden Euro schweres Immobilienportfolio

Derzeit beläuft sich das Immobilienportfolio von Globalworth per Ende 2020 auf 3 Milliarden Euro. Die jährlichen Mieteinnahmen lagen unterdessen bei 183,4 Millionen Euro. Das Nettobetriebsergebnis betrug im Corona-Jahr 157,3 Millionen Euro, was 6,5% über dem Vorjahresniveau liegt. Der Verschuldungsgrad (Loan to Value) wurde mit 37,8 % angegeben.

Finanzierung kein Thema

Die Finanzierung des Deals dürfte kein Problem darstellen. Zum Hintergrund: Per Ende 2020 verfügte Aroundtown über eine Liquidität von 3 Milliarden Euro.

Unterdessen scheinen die Globalworth-Anleger von einer möglichen Erhöhung des Angebots auszugehen. Momentan notieren die Papiere des Immobilienkonzerns bei 7,24 Euro und damit deutlich über dem Niveau der vorgelegten Übernahmeofferte.

Aroundtown Aktie – RED ado pvl

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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