EnEV: Welche Förderprogramme Sie nutzen können

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Die EnEV hat gravierende Auswirkungen für die Eigentümer von Immobilien. Der Staat stellt allerdings für Investitionen zur Energieeinsparung verbilligte Kredite […] (Foto: Sensay/Shutterstock)

Die EnEV hat gravierende Auswirkungen für die Eigentümer von Immobilien.

Der Staat stellt allerdings für Investitionen zur Energieeinsparung verbilligte Kredite bereit.

Tipp: Investitionen im Energiebereich kosten schnell viel Geld.

Geprüfte Energieberater können Sie vor Fehlentscheidungen bewahren.

Die örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK) führt meist eine Liste.

Nutzen Sie zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Zinsverbilligte Darlehen erhalten Sie beispielsweise über die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Dort wird eine Vielzahl von Programmen angeboten, die sich auf bestimmte Investitionen beziehen. Die wichtigsten möchten wir für Sie im Folgenden kurz beschreiben. Entsprechende Darlehensanträge sind vor Baubeginn zu stellen.

1. Wohneigentumsprogramm

Am bekanntesten ist das Wohneigentumsprogramm, bei dem jeder Bauherr und Käufer, der seine Immobilie selbst nutzt, 30% der Kosten – maximal 100.000 € – als Darlehen erhalten kann.

Der Zinssatz liegt meist 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte niedriger als der eines vergleichbaren Bankdarlehens.

2. Energieeffizientes Bauen

Das Programm „Ökologisch bauen“ ist zum 31.03.2009 geschlossen worden. Eine gleichartige Förderung kann aber im Programm „Energieeffizient bauen“ erfolgen.

Es kann für den Bau von Energiesparhäusern und Passivhäusern sowie für den Einbau von Heiztechnik auf der Basis erneuerbarer Energien in Neubauten eingesetzt werden.

3. Wohnraum modernisieren

Dieses zinsverbilligte Darlehen ist gedacht für Modernisierungs- und CO 2-Minderungsmaßnahmen sowie den Rückbau von leer stehenden Mietgebäuden in den neuen Bundesländern und in Berlin (Ost).

Dies umfasst: Instandsetzung von Häusern und Wohnungen, Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse, Behebung von baulichen Mängeln und Verbesserung der Außenanlagen bei Mehrfamilienhäusern.

4. Energieeffizient sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm)

Das CO 2-Gebäudesanierungsprogramm wurde zum 31.03.2009 geschlossen. Die Förderung als Kredit oder Zuschussvariante wird seit dem 01.04.2009 im Programm „Energieeffizient sanieren“ weitergeführt.

Förderung z. B. für Austausch alter Heizungen

Das Programm gilt für komplexe Maßnahmen der energetischen Sanierung und wird im Zins günstig von der KfW gefördert. Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen, beispielsweise eine Heizungserneuerung kombiniert mit Wärmedämmung oder der Austausch der Fenster.

Gefördert wird auch der Austausch besonders klimaschädlicher oder veralteter Heizungen, beispielsweise Kohle- oder Nachtspeicherheizungen.

Bei Sanierung eines Altbaus: 15%iger Schulderlass

Die Sanierung eines Altbaus (Baujahr vor 1979) auf ein Niveau, das den vorgegebenen Richtwerten der EnEV für Neubauten entspricht, wird beispielsweise mit einem Teilschulderlass in Höhe von 15% des Darlehens gefördert.

Auch für den Austausch von Kohle-, Öl- und Gaseinzel- oder Nachtspeicheröfen kann dieses Programm eingesetzt werden.

Tipp: Wenn Sie eine derartige Maßnahme planen, nehmen Sie den Beratungsdienst der KfW direkt in Anspruch (www.kfw.de).

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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