Grundsteuer – So bleibt mehr von Ihrer Immobilie

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Grundstückseigentümer und Erbbauberechtige werden durch die Zahlung der Grundsteuer in die Pflicht genommen. Die Grundsteuer ist dabei die steuerliche Abgabe, […] (Foto: Nicole Lienemann / shutterstock.com)

Grundstückseigentümer und Erbbauberechtige werden durch die Zahlung der Grundsteuer in die Pflicht genommen.

Die Grundsteuer ist dabei die steuerliche Abgabe, die Sie, zum Beispiel für das Grundeigentum Ihres Eigenheims zu zahlen haben.

Dabei wird die Steuer durch das zuständige Finanzamt festgelegt, nachdem der Steuergegenstand begutachtet und bewertet worden ist.

Die Gegebenheiten vor Ort sind genauso Teil dieser Festlegung, wie auch die geltenden Rechtsvorschriften. Niedergeschrieben ist dies in Artikel 106 des Grundgesetzes und dem Grundsteuergesetz (kurz: GrStG).

Wie bekommen Sie die Grundsteuer rückerstattet?

Interessant wird es allerdings, wenn es um die Rückerstattung dieses Betrages geht. Aber wie funktioniert das? Das Grundsteuergesetz ermöglicht dem Grund- und Hausbesitzer die Chance, sich einen Teil der bereits gezahlten Grundsteuer erstatten zu lassen.

Die Rückzahlung kann der Eigentümer immer dann beantragen, wenn eine Ertragsminderung eingetreten ist, die nicht kalkulierbar war. Dann kann sich die Grundsteuer zumindest in Teilen zurückgeholt werden.

Achtung, vor der 20 Prozent-Regel

Natürlich bietet diese Aussage vielerlei Anlass zu weiteren Fragen, Möglichkeiten und Einschränkungen. Der Grund zum Erlass der Mietsteuer ist klarer definiert, als man annimmt.

Die Voraussetzung für einen solchen Erlass der Grundsteuer ist eine Ertragsminderung von mindestens 20 Prozent.

Ein weiterer Faktor ist die Frage der Verantwortlichkeit. Wurde die Ertragsminderung durch äußere Umstände verursacht, oder ist gar der Eigentümer selbst an dem geringen Ertrag Schuld.

Diese Schuldfrage muss geklärt sein und der Grundbesitzer darf den herbeigeführten Schaden nicht selbst verantwortet haben. Beispiele für das Einwirken von äußeren Umständen können Sturm- oder Erdbebenschäden sein.

Sonderfälle gibt es immer, auch bei der Grundsteuer

Letztlich wird es kaum möglich sein, den Komplettbetrag der Grundsteuer erlassen zu bekommen. Eine besondere Rolle spielt zudem die Bebauung des Grundstückes.

Steht auf dem besagten Grund kein Gebäude, so gilt es als unbebaut. Eine Erlassung der Grundsteuer ist in diesem Fall ausgeschlossen, außer es handelt sich um den Teil eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs.

Um mit Ihrem Antrag auf Grundsteuererlass erfolgreich zu sein, ist es unerlässlich die Frist zur Antragsstellung einzuhalten. Der Stichtag für das Folgejahr ist in diesem Fall der 31. März. Einzureichen sind die benötigten Dokumente, sofern nicht anders bestimmt, in Ihrer Gemeinde einzureichen.

Werden Sie aktiv und informieren sich

Bezüglich etwaigen Unklarheiten, Sonderfällen oder Zuständigkeitsfragen sollten Sie sich im rechtzeitig bei den ortsnahen Behörden informieren.

Grundsätzlich ist eine nähere Beschäftigung mit dem Thema Grundsteuer und Grundsteuererlass ratsam – besonders als Grund bzw. Großgrundbesitzer. Vielleicht gehören Sie sogar auch zum Kreis derer, die sich Ihre Abgabe erstatten lassen können.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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