Hausverwaltung: Kosten und Pflichten

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Wie viel darf eine Hausverwaltung kosten? Welche Faktoren beeinflussen den Preis? Wir geben einen kurzen Überblick und zeigen Ihnen, worauf es ankommt. (Foto: Nicole Lienemann / shutterstock.com)

Die Verwaltung von Mietwohnungen oder einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist eine Aufgabe, die man gerne an Profis überträgt. Aber welche Kosten sind hierfür angemessen?

Was darf es kosten?

In der Regel betragen die Kosten pro Wohneinheit zwischen 15 und 30€.

Die wichtigste Kenngröße ist die Anzahl der Wohnungen pro Verwaltungseinheit. Je mehr, umso günstiger wird der Preis pro Wohneinheit.

Grundsätzlich wird sich der aushandelbare Preis immer nach dem zu erwartenden Aufwand richten.

Viele gleichartige Wohnungen in einem frisch sanierten Haus mit unkomplizierten Mietern sind daher günstig.

Nehmen wir zum Beispiel ein baufälliges Doppelhaus mit zwei unterbeschäftigten Vorruheständlern. Ihr liebstes Hobby: Neue Gründe für eine Mietminderung finden.

Und auch ansonsten verklagen sie alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Hier ist ein höherer Preis zu erwarten.´

Leistungen sind Verhandlungssache

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Kosten sind die Pflichten, die der Hausverwaltung aufgelegt werden. Grundsätzlich herrscht zwischen Eigentümer und Verwalter Vertragsfreiheit.

Die Pflichten, die sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz (WoEigGe) ergeben, hat der Verwalter jedoch in jedem Fall zu erfüllen.

Dies heißt in der Praxis jedoch auch im Umkehrschluss, dass der Verwalter Aufgaben, zu denen er nicht gesetzlich oder vertraglich verpflichtet ist, vermutlich nicht erfüllen wird.

Bedenken Sie daher genau, welche Dienstleistungen Sie sich vom Aufragnehmer erwarten und machen Sie diese konsequent zum Vertragsbestandteil.

Nachträgliche Verhandlungen führen in der Regel zu schlechteren Konditionen. Solange Sie noch als Kunde gewonnen werden müssen, sind Sie in der stärkeren Position.

So ist zum Beispiel die Abwicklung neuer Mietverträge oder von Kündigungen nicht automatisch Aufgabe der Hausverwaltung.

Auch Hausmeistertätigkeiten oder die Durchführung von Ablesungen und die sich daraus ergebende Nebenkostenberechnung sind keineswegs grundsätzliche Pflichten.

Natürlich spielt auch das allgemeine Preisniveau in der Region eine Rolle.

Dies spiegelt sich auch in einer verbreiteten Faustformel wider, welche ca. 5% der Bruttomiete für die Hausverwaltung zugrunde legt.

Harmonie senkt die Kosten der Hausverwaltung

Grundsätzlich ist die Hausverwaltung von reinen Wohnungseigentümergemeinschaften mit weniger Kosten verbunden als eine reine oder kombinierte Mieterbetreuung.

Das gilt jedoch nicht, wenn die Gemeinschaft zerstritten ist und der Auftragnehmer dies vor Vertragsabschluss herausfindet.

In solchen Fällen ist mit nicht unerheblichen Aufschlägen zu rechnen, die den deutlich höheren Verwaltungsaufwand, welcher mit im Streit liegen Gemeinschaften verbunden ist, Rechnung tragen.

Fazit

Überlegen Sie sich, was Sie genau von der Hausverwaltung erwarten und sorgen Sie dafür, dass alle Ihre Anforderungen schriftlich festgehalten werden.

Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie diese. Eine gute und umfassende Hausverwaltung mag ihren Preis haben aber dafür erhalten Sie auch eine Gegenleistung: Ihre Ruhe.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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