Heizkosten sparen ohne größere Investitionen

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Die Kosten für Gas und Öl sind seit den 1970er Jahren stark gestiegen. Das macht sich im Budget der Privathaushalte […] (Foto: footageclips / shutterstock.com)

Die Kosten für Gas und Öl sind seit den 1970er Jahren stark gestiegen.

Das macht sich im Budget der Privathaushalte deutlich bemerkbar.

Der größte Teil der aufgewendeten Energie wird beim Heizen verbraucht.

Wärmeverluste zu stoppen ist daher lohnenswert und spart bares Geld.

Das ist auch ohne größere Investitionen möglich.

Heizkosten sparen durch Anpassung der Raumtemperatur

Durch die Senkung der Raumtemperatur lassen sich eine Menge Heizkosten sparen. Jedes Grad Celsius weniger entspricht etwa 6% Energieeinsparung.

Für Wohn- und Arbeitsräume ist eine Temperatur von 20°C völlig ausreichend, für Küche und Schlafzimmer genügen 18°C. In nachts ungenutzten Räumen kann die Temperatur noch weiter abgesenkt werden.

Bei einer Abwesenheit von mehreren Tagen kann die Temperatur in allen Räumen um zusätzliche 3-4°C gesenkt werden.

Heizkörper müssen effektiv arbeiten können

Die Heizkörper in der Wohnung dürfen nicht verdeckt werden. Kann die Luft nicht richtig zirkulieren, weil Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern der Wärmeabgabe im Weg stehen, erhöhen sich die Heizkosten.

Die Heizung muss dann nämlich unnötig mehr arbeiten. Auch Verkleidungen an den Heizkörpern stehen der Luftzirkulation im Weg.

Heizkosten sparen durch Stoßlüftung statt gekippten Fenstern

Regelmäßiges Lüften ist wichtig, um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen gering zu halten und somit Schimmel vorzubeugen.

Gekippte Fenster sind dabei aber nur wenig effizient: Der Luftaustausch ist gering und die Wände kühlen aus. Stoßlüftungen bei abgedrehter Heizung sorgen für frische Luft.

Mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten sind dabei ausreichend, bei winterlichen Temperaturen kann auch kürzer gelüftet werden.

Energieverluste vermeiden

Bei dünnen Außenwänden geht besonders in Heizungsnähe viel Energie verloren.

Hier empfiehlt sich der Einsatz von Dämm- oder Reflexionsfolie zwischen Wand und Heizkörper, um die Wärmeabgabe nach draußen zu unterbinden.

Bei älteren Heizsystemen geht zudem viel Energie über ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre verloren.

Dem kann man durch den Einsatz von Rohrschalen entgegenwirken. Diese sind, wie auch die Dämmfolien, im Baumarkt erhältlich.

Heizkosten sparen durch Verhinderung von Zugluft

An Fenstern und Türen kann durch das Austreten ungenutzter Zugluft Heizenergie verloren gehen.

Kunststoffdichtungen können im Laufe der Zeit porös und undicht werden. Ist dies der Fall, sollten sie ausgewechselt werden.

An Fenstern lohnt es sich an kalten Tagen, die Vorhänge zuzuziehen oder die Rollläden herunterzulassen, um Energieverluste zu vermeiden. Eine weitere Schwachstelle, an der oft Energie verloren geht, sind die Haus- und Balkontüren.

An deren Unterkanten entweicht häufig warme Luft. Mit einer Dichtungsbürste kann hier einfach Abhilfe geschafft werden.

Kosten für Warmwasser

Besonders bei bei zentraler Warmwasserbereitung macht sich das Warmwasser auf der Heizkostenabrechnung deutlich bemerkbar. Ein sparsamer Umgang kann hier Kosten sparen.

Ein Bad verbraucht dabei im Vergleich zur Dusche etwa das vierfache an Warmwasser.

Der Einsatz von im Baumarkt erhältlichen Sparduschköpfen kann weitere Energie einsparen.

Durch die Beachtung der aufgeführten Punkte und einen bewussten Umgang mit Energie lassen sich in jedem Haushalt ohne größere Aufwendungen Heizkosten sparen.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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