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Mieterhöhung: Die 6 wichtigsten Punkte um streng formale Bedingungen zu erfüllen

Inhaltsverzeichnis

Wenn man als Vermieter eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete durchsetzen möchte, muss man mit dem Mieterhöhungsverlangen die streng formalen Anforderungen des § 558a BGB erfüllen.

Denn man kann sich darauf verlassen, dass der Mieter, ein hinzugezogener Anwalt oder ein Mieterverein zuallererst nach formalen Fehlern im Schreiben suchen wird. Ist die Suche erfolgreich, kann das Mieterhöhungsverlangen allein wegen formaler Fehler unwirksam sein.

Mieterhöhungsverlangen: Diese 6 Punkte muss man beachten

  1. Zunächst einmal ist es wichtig das Mieterhöhungsverlangen in Textform zu erklären. Das heißt, es muss in lesbaren Zeichen verfasst sein, Sie als Absender ausweisen und mit Ihrem Namen abgeschlossen sein.
  2. Zweitens muss dem Mieter ganz deutlich mitgeteilt werden, dass man die Miete erhöhen möchte und ihn gleichzeitig dazu auffordern, der Mieterhöhung zuzustimmen.Tipp: Machen Sie dem Mieter seine Zustimmung zur Mieterhöhung so einfach wie möglich und legen Sie das Formular einer Zustimmungserklärung direkt bei.
  3. Das Mieterhöhungsverlangen muss zudem alle Angaben enthalten, die für die Mieterhöhung wichtig sind. Dem Mieter muss es möglich sein, die geforderte Mieterhöhung zu verstehen und nachzuvollziehen. Dazu gehören in jedem Fall der Betrag, um den die Miete zukünftig erhöht werden soll, sowie der neue Endbetrag.
  4. Zwingend erforderlich ist zudem die schriftliche Begründung, dass die verlangte Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschreitet. Möglich ist das mit einem Mietspiegel, der Auskunft aus einer Mietdatenbank, einem Sachverständigengutachten oder der Benennung von mindestens 3 Vergleichswohnungen.
  5. Das Mieterhöhungsverlangen kann per Post verschickt werden, aber auch per Fax oder E-Mail. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass man nachweisen kann, dass der Mieter das Erhöhungsverlangen erhalten hat. Der Faxbericht zählt nicht als Zugangsnachweis. Besser: Man übergibt das Schreiben persönlich und lässt sich den Empfang quittieren oder ein Bote übergibt oder es, der kann gegebenenfalls vor Gericht als Zeuge auftreten.
  6. Gibt es mehrere Mieter, muss sich das Mieterhöhungsverlangen an jeden Mieter persönlich richten, eine Anrede wie „Erbengemeinschaft Beier“ oder „Familie Kurz“, reicht nicht aus. Anschreiben muss man als Vermieter übrigens auch einen Mieter, der nach einer Trennung aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist, aber noch der Mietvertragspartner ist.

Wenn doch ein Fehler unterlaufen ist

Unterlaufen dem Vermieter Fehler beim Absender oder beim Anschreiben der Mieter, ist die Mieterhöhung formell unwirksam. Man muss in diesem Fall ein neues Mieterhöhungsschreiben versenden.

Dennoch müssen Vermieter nicht in Panik geraten, wenn das Mieterhöhungsschreiben nicht in allen Details richtig ist. Rechenfehler und kleine, nachvollziehbare Unrichtigkeiten können nachträglich korrigiert werden. Das Mieterhöhungsverlangen wird dadurch nicht unwirksam. Aber: Die Fristen laufen währenddessen weiter.