Absicherung bei Börsenabschwung: Das ist zu beachten

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Dieses kleine Einmaleins hilft zur Absicherung beim Börsenabschwung und dabei, das Portfolio sicher durch Krisenzeiten zu bringen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Auch wenn es sich kein Anleger wünscht, kommt es immer wieder zu einem Börsenabschwung.

Daher ist es wichtig, sich für den unerfreulichen Fall eines Börsenabschwungs zu wappnen, um den Schaden möglichst gering zu halten.

Zwar gibt es keine komplette Absicherung beim Börsenabschwung. Einige Dinge sollte man als Anleger jedoch beherzigen, um von einem Börsenabschwung nicht zu stark getroffen zu werden.

Risiko besteht immer

Egal wie heiß ein Tipp auch sein mag, 100%ige Sicherheit kann niemand garantieren. Ein Risiko bleibt immer, auch wenn es bei manchen Investitionen höher als bei anderen ist.

So sollte man sich stets über das Risiko von Anlagen durch verschiedene Analysen und Recherchen informieren. Dass immer ein Risiko besteht, sollte man als Anleger stets bedenken und zudem auch finanziell einkalkulieren.

Absicherung beim Börsenabschwung: Die Vielfalt macht´s

Eine der wichtigsten Grundregeln in Sachen Investitionen an der Börse lautet, stets ein breit gestreutes Portfolio zu haben.

Denn investiert man beispielsweise nur in eine Branche und deren Aktien gehen auf Talfahrt, dann ist das gesamte Portfolio davon betroffen und der Wert sinkt entsprechend.

Verfügt man dagegen über ein breites Portfolio, so ist bei einer Branchenkrise nur ein Teil geschädigt. Insgesamt gleichen sich so die verschiedenen Wertpapiere aus und der Gesamtwert des Portfolios bleibt deutlich höher.

Ein diversifiziertes Portfolio ist daher ein wichtiger Schritt zur Absicherung beim Börsenabschwung.

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Der Weg ist das Ziel

Viele Anleger träumen vom schnellen Geld durch Aktienhandel. Wichtiger als kurzfristige Erfolge ist allerdings eine langfristige gute Performance.

Denn Profite ergeben sich nur selten durch kurzlebige Investitionen. Daher heißt es Geduld zu haben.

Nur weil ein Papier momentan schlechter notiert ist als im vorigen Quartal, heißt dies nicht, dass es nichts mehr einbringt und abgestoßen werden muss. Gerade wenn es bislang gute Erträge brachte, ist es wahrscheinlich, dass dies auch auf lange Sicht so sein wird.

Entscheidend sind also weniger aktuelle Bewegungen, sondern die Tendenzen über einen längeren Zeitraum.

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Flüssig bleiben

Auch wenn es viele attraktive Handelsmöglichkeiten gibt, sollte nicht das komplette Geld angelegt werden. Denn wenn das gesamte Kapital fest angelegt ist, kann es nicht für neue Investitionen genutzt werden. Auf einen Teil seines Vermögens sollte der Anleger also immer Zugriff haben.

Nur wenn er liquide ist, kann er auch tatsächlich flexibel investieren und zum Beispiel nur kurz verfügbare Anlagechancen nutzen.

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Heutzutage gibt es ein riesiges Angebot an Informationen, Analysen und Expertenaussagen. Auch wenn diese Quellen oft fundiert und seriös sind, so treffen deren Aussagen nicht zwingend auf den einzelnen Anleger zu.

Schließlich kommt es immer auf die individuelle Situation an, was sinnvoll ist und was nicht.

Daher sollte man nicht blind auf andere vertrauen, sondern sich stets selbst informieren und gewonnene Information im Hinblick auf die eigene Situation und Ziele auswerten.

Nur dann kann richtig entschieden werden, ob das Portfolio einer Änderung bedarf oder nicht, ob also Wertpapiere verkauft oder gehalten werden sollten.

Auch wenn es keine völlige Absicherung beim Börsenabschwung gibt: Mit diesem Einmaleins sind Sie gut gerüstet und können einem Börsenabschwung vielleicht gelassener begegnen und ihn erfolgreicher durchstehen.

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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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