Die größten Investmentfehler und wie man sie vermeidet

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Der Finanzmarkt bietet viele Möglichkeiten, aber auch Fallstricke, die den Anleger zu Investmentfehler verleiten können. (Foto: Watchara Ritjan / Shutterstock.com)

Die Gier nach dem schnellen Geld hat schon so manche Anleger in den Ruin getrieben.

Dabei gibt es einfache Regeln, mit denen sich zumindest die größten Investmentfehler vermeiden lassen.

Die größten Investmentfehler: Fokussierung auf einen Wert

Häufig setzen Anleger auf einen einzigen Wert oder eine bestimmte Währung. Ob aus emotionalen Gründen oder anderen Motiven, oft wird viel zu lange an einer Aktie, einem Fonds oder einer Währung festgehalten.

Selbst wenn Fundamentaldaten und andere wirtschaftlichen Kennzahlen dagegen sprechen, trennen sich Anleger manchmal viel zu spät von ihrem Verlustinvestment.

Dies hat oft psychologische Gründe. Der Verkauf der Position kommt einem Eingeständnis gleich, dass die eigene Strategie nicht funktioniert hat.

Anleger sind daher gut beraten, ihr Kapital auf mehrere Werte zu streuen, um Risiken zu minimieren. Auch die Streuung in verschiedene Anlageklassen kann sinnvoll sein.

Mehr dazu: Anlageklassen: Sicherheit durch breite Streuung

Anleger verschlafen den technischen Wandel

Noch in den 80er Jahren war es für Privatanleger verhältnismäßig schwierig an Informationen über Unternehmen heranzukommen.

Mit dem Einzug von Online-Handelsplattformen und dem Internet als Informationsquelle, bewegen sich Kurse immer schneller in die eine oder andere Richtung.

Die Kostolany-Weißheit „Aktien kaufen und schlafen legen“ scheint im heutigen Internetzeitalter nur noch bedingt zeitgemäß.

Kein Investment auf Kredit

Als großer Investmentfehler gilt außerdem, Geldanlagen durch Kredite zu finanzieren. Gewinnmaximierung heißt nicht, alles auf eine Karte zu setzen oder mit geliehenem Geld spekulieren.

Mehr dazu: Spekulieren Sie nie auf Kredit

Schon häufig haben sich heiße Tipps als heiße Luft entpuppt. Anleger, die für das vermeintlich todsichere Investment sogar einen Kredit aufgenommen haben, stehen dann nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit Schulden da.

Herdentrieb – gekauft wird, was gerade gut läuft

Viele Anleger folgen der Börsenweißheit „The Trend is your Friend“ und kaufen vor allem dann, wenn ein Trend nach oben zeigt oder ein Papier bereits stark gelaufen ist.

Mehr dazu: Börsenweisheiten – was dahinter steckt

Oft folgen Anleger dabei einen Herdentrieb. Die eigene Meinung und der Marktinstinkt spielt kaum mehr eine Rolle.

Doch gerade solche Entscheidungen können zu einer gefährlichen Eigendynamik führen, die sich kaum mehr an den Fundamentaldaten oder der Marktlage orientiert.

Dadurch können auch sogenannte „Blasen“ entstehen, die beim Platzen zu großen Verlusten führen.

Konzentration auf Dividendenrendite

Viele Anleger konzentrieren sich auf Werte, die eine hohe Dividendenrendite abwerfen.

Die höchste Dividendenrendite hilft jedoch nicht, wenn der Aktienkurs des betreffenden Unternehmens in den Keller rauscht oder eine zeitnahe Dividendenkürzung droht.

Die Dividendenrendite ist eine wichtige Kennzahl. Diese sollte jedoch in der Regel nicht als alleiniger Grund für eine Investmententscheidung herangezogen werden.

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Mittermeier neu
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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