Gold: Attraktive Investitionsmöglichkeit in Sachwerte – Gold-Serie 1

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Auf krisensichere Qualitätsaktien zu setzen ist eine gute Möglichkeit. Ein entscheidender Vorteil der Investments in Gold ist, dass es sich dabei um Sachwerte handelt. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Ich habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Sie mit qualitativ hochwertigen Aktien stets auf der sicheren Seite stehen. Egal ob – wie aktuell – die Euro-Krise sich vorübergehend zurückmeldet, oder sonstige Marktturbulenzen herrschen.

Auf krisensichere Qualitätsaktien zu setzen ist dabei eine gute Möglichkeit. Ein entscheidender Vorteil dieser Investments ist, dass es sich dabei um Sachwerte handelt.

Sachwerte schützen Sie vor Inflation und auch vor der Form der Enteignung, die gerade in Zypern stattfindet. Heute möchte ich Ihnen eine andere Möglichkeit vorstellen, wie Sie in Sachwerte investieren können.

In dieser Ausgabe präsentiere ich Ihnen den ersten Teil einer neuen Serie zum Thema Gold. Im zweiten Teil der Serie werde ich Ihnen im April börsengehandelte Investments rund um das Thema Gold vorstellen.

Die Qualität von Gold

Die Goldqualität bemisst sich nach dem „Feingewicht“ oder Feingehalt des Goldes. Sogenanntes „Feingold“ ist das reine Gold. Feingehalt beschreibt messbar, wie hoch der Anteil des Feingoldes in physischem Gold wie Barren oder Münzen tatsächlich ist.

Den höchsten Feingehalt hat „999“er Gold. Das heißt: 999,9/1.000tel beträgt der Anteil des Feingoldes an diesem Gold. In vielen Anzeigen finden Sie Hinweise zur „Prägequalität“ von Goldmünzen. Diese Prägequalitäten bezeichnen die „Makellosigkeit“ des Goldes.

Wichtig ist die Prägequalität aber nur dann, wenn Sie Münzen sammeln. Zur reinen Vermögenssicherung mit Goldmünzen reichen Qualitäten in „Stempelglanz“.

Die Legierung von physischen Goldanlagen

Ob Sie Goldmünzen oder -barren kaufen: wenn diese nicht gerade Feingold sind (also: 999,9er), sind diese Anlageformen „legiert“.

Der Produzent des Produktes mischt dabei andere Metalle zum Gold. Das Ziel der Produzenten ist in der Regel, das Gold noch widerstandsfähiger werden zu lassen, da reines Gold nicht sehr hart ist.

Das „Nominal“ auf einer Münze

Das Nominal ist der Nennwert der Münze. Diese Angabe finden Sie als Prägung, womit die Münze zum Zahlungsmittel werden kann. Medaillen hingegen haben kein Nominal.

Das Gewicht der Goldanlage: die Unze

Maßstab für das Gewicht des Goldes ist die Feinunze, die reines Gold enthält. Eine Unze ist die Einheit für ein Gewicht von 31,10 Gramm.

Die Unze hat den Vorteil, dass sie – anders als die Einheit „Gramm“ – international überall bekannt ist. Über diese Gewichtseinheit können Sie auch den Preis anderer Edelmetalle wie Platin, Palladium oder Silber mit Ihrem Gold vergleichen: Unze bleibt Unze.

Anlagemünze und Sammlermünze

Schon bei der „Qualität“ nannte ich Ihnen zwei wichtige Unterscheidungsmerkmale: Sie können Gold als Anlagemünze oder als Sammlermünze kaufen. Sammlermünzen haben einen anderen Wert als den Materialwert.

Der Wert von Sammlermünzen bestimmt sich faktisch jeweils am Markt und liegt teils weit über dem Goldpreis.

Achtung: Dieser Mehrwert jedoch ist spekulativ. Der Preis dazu bildet sich am Markt. Er spiegelt wider, was Käufer von den nächsten Käufern und deren Zahlungsbereitschaft halten.

Vorsicht Falle: Immer wieder tauchen Sammlermünzen bei Discountern auf. Die Münzen heißen nicht immer Sammlermünzen, sondern können als Sonderprägung oder -edition verkauft werden. Bedenken Sie beim Kauf immer: der Preis hat zwei Komponenten.

Den reinen Materialwert sowie den spekulativen „Sammler“-Mehrwert, bei dem Sie eine riskante Wette eingehen.

Das richtige Investment: physische Edelmetalle

Ideal für den Vermögensschutz ist es, wenn Sie Gold selbst besitzen. So können Sie Gold sowohl als Tauschwährung wie auch als langfristigen Vermögensspeicher einsetzen. Gold erfüllt alle Ansprüche, die eine gute Währung erfüllen muss:

  • es lässt sich kaum fälschen
  • es lässt sich kaum vermehren
  • es ist vor physischem Wertverfall (Verrottung oder Ähnliches) sicher
  • es genießt weltweit Vertrauen
  • es ist bekannt

Ein wesentlicher Vorteil kommt hinzu: Im Gegensatz zu Papiergeld gibt es keine Schuldner (bei Papiergeld sind es die Notenbanken, die Ihnen etwas zahlen müssen).

Daher ist Gold schon von der Konstruktion her werthaltiger. Forderungen aus Papiergeld können zu 100% ausfallen – der Wert der Forderungen beträgt dann „0“.

In diesem Sinn kann Gold niemals „0“ wert sein. Dafür müsste schon der Markt sorgen, indem er Gold als wertlos erklärt. Sie haben zwei Möglichkeiten, Gold direkt zu halten: in Form von Münzen und als Barren.

Investieren in Münzen

Münzen kaufen Sie als Inflations-Schutz und als mögliche Tauschwährung. Deshalb brauchen Sie Münzen mit einem hohen Reinheitsgrad (siehe oben: Feingehalt) sowie möglichst weltweiter Bekanntheit.

Damit Sie in Krisenzeiten flexibel sind, sollten Sie unterschiedliche Münzgrößen und -gewichte kombinieren. Sie haben typischerweise die Wahl zwischen verschiedenen Einheiten:

  • 1/10tel Unze = 3,11 Gramm
  • 1/4tel Unze = 7,78 Gramm
  • 1/2 Unze = 15,55 Gramm
  • 1 Unze = 31,10 Gramm

Sondergrößen können auch über 1 Kilogramm oder 2 bis 10 Unzen verfügbar sein – oder am anderen Ende mit 1/20tel Unze.

Barren bei größeren Volumina das richtige physische Goldinvestment

Ab einem Gewicht von mehr als 1 Unze werden Barren zu den besseren Investitionen gegenüber Münzen. Barren sind bei höheren Volumina kostengünstiger, dies ist der ganz einfache Grund für diese Empfehlung.

Goldbarren können auch kostengünstiger hergestellt werden als Münzen, da sie ab einem Gewicht von 100 Gramm einfach gegossen werden. Darunter liegende Volumina werden aus Goldblech „geprägt“.

Fazit: Goldmünzen und Goldbarren können Sie als eine Art „Lebensversicherung“ für Ihr Vermögen einsetzen und möglichst langfristig halten. Wie Sie Gold einfach und günstig über die Börse handeln können, erfahren Sie im 2. Teil.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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