Kredit ohne Eigenkapital – sofort ins Eigenheim

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Ein Kredit ohne Eigenkapital kann sehr schnell den Traum vom Eigenheim erfüllen. Doch es ist eine Finanzierung mit Tücken. (Foto: Dean Drobot / Shutterstock.com)

Ein niedriges Zinsniveau verleitet viele Mieter dazu, über einen Umzug in die eigenen 4 Wände nachzudenken. Häufig wird diese Idee schnell wieder verworfen, weil man über kein oder nur sehr wenig Eigenkapital verfügt.

Heutzutage ist es aber auch möglich, einen Kredit ohne Eigenkapital zu bekommen. Man spricht hierbei von der sogenannten Vollfinanzierung, bei der der Kreditgeber die Immobilie also vollständig finanziert. Es handelt sich dabei um eine recht neue Entwicklung. Bis vor wenigen Jahren wurde ein Kredit ohne Eigenkapital kaum angeboten und bewilligt.

Weshalb Eigenkapital von Vorteil ist

Auch wenn es die Möglichkeit der Vollfinanzierung gibt, so ist es für alle Beteiligten von Vorteil, wenn Eigenkapital vorhanden ist. Für die Bank besteht der Vorteil darin, dass eine gewisse Sicherheit gewährleistet ist. Zum einen hat sich der Kreditnehmer bereits als Sparer bewiesen, wenn er Eigenkapital ansammeln konnte.

Zum anderen kann im Zweifelsfall durch eine Zwangsversteigerung die Kreditsumme eher wieder reingeholt werden, wenn die Immobilie nur zu 80% statt zu 100% über ein Darlehen finanziert wurde.

Für den Kreditnehmer ist der Vorteil von Eigenkapital, dass die Bank meist bessere Konditionen – also niedrigere Zinsen – anbieten kann, weil ihr Risiko geringer ist. Zudem ist die Kreditsumme natürlich kleiner, wenn man einen Teil des benötigten Geldes schon selbst angespart hat. Somit ist die monatliche Belastung wesentlich geringer.

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Weshalb ein Kredit ohne Eigenkapital reizvoll sein kann

Der Traum von den eigenen 4 Wänden ist in Deutschland weit verbreitet und viele Menschen wollen ihn sich so schnell wie möglich erfüllen. Ein Kredit ohne Eigenkapital ist da natürlich sehr reizvoll, bietet er doch die Möglichkeit, auf eine lange Sparphase zu verzichten und Mietausgaben schnellstmöglich zu beenden.

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Zudem ist auch eine Phase mit niedrigen Zinsen sehr verlockend. Steigt das Zinsniveau künftig, kann sich das bei solch großen Summen wie bei einem Immobilienkauf stark bemerkbar machen. Hierbei muss man jedoch beachten, dass sich die Banken die Vollfinanzierung meist gut bezahlen lassen. Man kommt also nicht in den vollen Genuss der niedrigen Zinsen.

Für wen die Vollfinanzierung in Frage kommt

Es bleibt ein Rechenexempel und eine Einzelfallentscheidung, ob eine Vollfinanzierung in Frage kommt. Banken gewähren diese Form der Baufinanzierung auch nicht jedem.

Vor allem junge und gutverdienende Menschen mit sicheren Jobs bilden die Zielgruppe. Eine Alternative kann ein sogenanntes Forward-Darlehen sein. Bei diesem sichert man sich die Zinsen von heute, obwohl die eigentliche Kreditlaufzeit erst später beginnt.

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So hat man noch Zeit, Eigenkapital anzusparen und dadurch die künftigen monatlichen Ratenzahlungen zu verringern. Wer jedoch nicht warten will und die Vollfinanzierung nutzen möchte, sollte gut rechnen und sich das Risiko bewusst machen. Denn die höheren monatlichen Raten verringern natürlich auch den Spielraum und unvorhergesehene Ausgaben könnten zum Problem werden.

Ein Kredit ohne Eigenkapital verursacht also eine höhere finanzielle Belastung und vergrößert das Risiko des Kreditnehmers. Ein Teufelswerk ist er deshalb jedoch nicht – er kann im Einzelfall durchaus ein passender Weg sein.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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