Das sagt Goldman Sachs über Bitcoin

Das sagt Goldman Sachs über Bitcoin
Inhaltsverzeichnis

Haben Sie von Celsius gehört? Nein, es geht mir nicht darum, dass wir endlich Sommer im Lande haben. Zu Celsius kommen wir später noch einmal. Starten wir mit Goldman Sachs. Um ein wenig Perspektive zu bieten, hier ein paar nüchterne Fakten zu Goldman:

Der Umsatz lag 2021 bei 59,3 Milliarden US-Dollar. Goldman hat im vergangenen Jahr 2,5 Billionen US-Dollar verwaltet. Wenn wir uns die Aktie anschauen, besitzt GS heute eine Marktkapitalisierung von 103 Milliarden US-Dollar.

Diese multinationale Investmentgruppe hat also eine ganze Reihen von Kunden und Gelder, die sie verwaltet – und eine dementsprechende Verantwortung, was das Kapital angeht. Natürlich wird hier nicht leichtfertig investiert. Dazu kommen gleich noch.

Goldman Sachs 2017 über Bitcoin

Bitcoin ist ein Vehikel für Betrüger“ warnte der Chef von Goldman Sachs im Jahr 2017. An einem Tag fiel die Kryptowährung über 20 Prozent und prompt meldete sich Lloyd Blackfein zu Wort. „Etwas, das sich über Nacht um 20 Prozent bewegt, fühlt sich nicht wie eine Währung an. Es ist ein Mittel, um Betrug zu begehen.“

Goldman brauche deshalb auch keine Bitcoin-Strategie. Die Währung müsse viel weniger volatil sein und dazu noch viel liquider, um seine Aufmerksamkeit zu rechtfertigen.

Goldman Sachs 2018 über Bitcoin

„Bitcoin kommt nie zurück“. Nachdem die Kryptowährung im Jahr 2018 um 48 Prozent fiel, gab es wieder negative Aussagen: Die Meinung, Krypto würde keinen Wert behalten, hat sich tatsächlich viel früher als erwartet bestätigt“, sagte das Team unter der Leitung von Chief Investment Officer Sharmin Mossavar-Rahamani.

„Wir erwarten weitere Rückgänge in der Zukunft, da wir der Ansicht sind, dass diese Kryptowährungen keine der drei traditionellen Rollen einer Währung erfüllen: Sie sind weder ein Tauschmittel noch eine Maßeinheit noch ein Wertaufbewahrungsmittel.“

Goldman Sachs 2019 über Bitcoin

GS befasst sich vor 3 Jahren näher mit BTC. Allerdings auch hier wieder negativ. Folien einer Präsentation von Goldman enthielten folgende Sätze: „Wir glauben, dass ein Wertpapier, dessen Wertsteigerung hauptsächlich davon abhängt, ob jemand anderes bereit ist, dafür einen höheren Preis zu zahlen, keine geeignete Anlage für unsere Kunden ist“.

Das war nicht das Schlimmste. Eine Folgefolie deutete an, dass das andere bemerkenswerteste Merkmal der Kryptowährung ein „Kanal für illegale Aktivitäten“ sei, einschließlich Schneeballsystem, während andere auf die niederländische Tulpenmanie hinwiesen.

Goldman Sachs 2020 über Bitcoin

Goldman Sachs bestreitet, dass Bitcoin eine Anlageklasse ist. Und weiter: Bitcoin generiert keinen Cashflow wie Anleihen, kann nicht zur Dämpfung der Volatilität verwendet werden und weist keine Beweise für die Absicherung der Inflation auf.

Goldman Sachs 2021 über Bitcoin

Goldman Sachs erlaubt Anlegern an der Wall Street, mit einem Derivat zu handeln, das an Bitcoin-Preise gebunden ist. Der Schritt folgte, nachdem die Wall Street Bank Anfang des Jahres ihren Krypto-Währungshandel neu gestartet hat, mit Plänen, mit dem Handel von Bitcoin-Futures und nicht lieferbaren Forwards für Kunden zu beginnen.

JPMorgan Chase bereitet sich auch darauf vor, bestimmte Kunden zum ersten Mal in einen aktiv verwalteten Bitcoin-Fonds investieren zu lassen.

Goldman Sachs 2022 über Bitcoin

Jetzt kommen wir zu Celsius. Das ein Krypto-Kreditgeber. Im Mai dieses Jahres hatte Celsius mehr als 8 Milliarden US-Dollar an Kunden verliehen und 12 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Kapital. Am 12. Juni erklärt das Unternehmen plötzlich, dass die Kunden kein Geld mehr von ihren Konten abheben dürfen. Begründung: extreme Marktbedingungen.

Und jetzt kommen wir wieder zu Goldman Sachs. Nachdem Celsius inzwischen mehr als angeschlagen ist, plant Goldman offenbar 2 Milliarden US-Dollar zu investieren, um den Krypto-Kreditgeber aufzukaufen.

Kleine Randnotiz: Celsius sammelte im vergangenen Jahr 750 Millionen US-Dollar von Investoren ein, darunter Kanadas zweitgrößter Pensionsfonds Caisse de dépôt et Placement du Québec, der das Unternehmen mit 3,25 Milliarden US-Dollar bewertete.

Oder kurz zusammengefasst

(Quelle: Twitter.com)