Elon Musk. Dogecoin. So verrückt ist die Welt

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Kryptowährungen sind ein Karussell. Da müssen Sie schwindelfrei sein, wenn Sie hier mitzocken wollen! (Foto: Tero Vesalainen / shutterstock.com)

Dogecoin – die Kryptowährung, die als Witz gestartet wurde – war zwischendurch mit rund 100 Milliarden US-Dollar kapitalisiert. Letzte Woche kam der Crash und heute steht sie schon wieder bei einem Plus von 96 Prozent im Vergleich zu vor 7 Tagen.

Kurs von Dogecoin malt Doge in den Chart

Der Hund, der als Meme bekannt wurde, ist die Basis für diese „Währung“. Anführungszeichen deshalb, weil Dogecoin tatsächlich nur gegen andere Kryptos getauscht werden kann. Der Coin hat also keinen echten Nutzen in der realen Welt. Doch das macht nichts. Wenn ausreichend Leute genug Geld in eine Sache stecken, die sie lustig finden, dann kann offensichtlich viel gesammelt werden.

Jetzt kam eine Art Crash und wie es sich für das Internet gehört, gibt es reichlich darüber zu lachen. Passend dazu auch die Grafik, die jetzt im Internet kursiert. Der Doge-Hund wurde von den Kursen nachgezeichnet.

Gierige Investoren haben das Nachsehen

Kryptowährungen sind dafür bekannt ihren Investoren gigantische Gewinne zu bescheren. Wer verliert, der hat einfach nicht lange genug gehalten. Es geht langfristig alles nach oben. Alles auf jeden Fall halten oder noch besser: günstig nachkaufen. Denn nichts ist so sicher wie ein Zock auf Kryptowährungen, die alle maßlos überteuert sind und nur weitersteigen, weil es neue Anleger gibt, die auch noch gewinnen wollen.

In diese Luftnummern stecken wir also unser Geld und beten, es möge mehr werden. Schneeballsystem nennen es einige. Generell kann das nicht von allen Kryptowährungen behauptet werden. Manche haben durchaus eine Geschäftsidee oder einen Business Case im Hintergrund und werden auch schon aktiv genutzt. Doch machen wir uns nichts vor – Dogecoin ist keines dieser Dinge. Tulpenmanie 2021.

Aber nicht alle lachen. Wie überstürzt die Anleger hier reingesprungen sind, zeigt auch dieser Screenshot. Eine sechsstellige Anzahl an Tradern wurde liquidiert. Dogecoin war zu sehr gefallen und offenbar hat die Margin der Konten nicht ausgereicht. Es wurde also Dogecoin mit Hebel gekauft. Verrückter geht es kaum noch. Solange hier nur Spielgeld investiert wurde, ist das ja noch vertretbar.

Doch die größte Position waren 12 Millionen US-Dollar, die hier einen Margin-Call bekommen hat. Irgendwo hört der Spaß auf! Also die Hoffnung auf schnelle Gewinne ist das eine – aber ohne Ahnung, was passieren kann oder mit zu viel Geld hier zocken, kann nur böse enden.

Jammern auf Twitter – diesmal wegen Dogecoin

Auf Twitter wird gerne gejammert. Diesmal muss Elon Musk nicht die Menschheit vor der Erde retten und auf den Mars umsiedeln. Nein, es geht einfach nur um den Preis von Dogecoin. Denn er hat auch schon öfter darübter getweetet und danach stieg der Kurs. Ob er selbst investiert ist?

Offenbar gab es aber genug Leichtgläubige, die beim hohen Preis immer noch gekauft haben und jetzt auf großen Verlusten sitzen.

Und genauso musste es kommen. Die Warnungen waren zahlreich vorhanden – wer sie lesen wollte. Aber wer durchhält, wird vielleicht sogar belohnt. Wie gesagt, Dogecoin ist bereits knapp 100 Prozent im Plus zu letzter Woche. Die Achterbahnfahrt deluxe geht in eine neue Runde.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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