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Ukraine-Konflikt: Fluch oder Segen für die Kryptowährungen?

Ukraine-Konflikt: Fluch oder Segen für die Kryptowährungen?
Inhaltsverzeichnis

Russland wird vom internationalen Finanzmarkt abgekoppelt. Die Sanktionen sind gravierend. Was den Menschen jetzt noch bleibt, ist die Flucht in andere Währungen als den Rubel. Aber welche und wie sicher ist das alles?

Kryptowährungen sollen geregelt werden. So wünscht es sich die EU. Damit die Oligarchen nicht ihre Gelder abziehen und darüber frei verfügen können. Das ist natürlich ein richtig zweischneidiges Schwert. Klar, wir können die Oligarchen jetzt offiziell bestrafen und denen die ein oder andere Milliarde wegnehmen. Allerdings frage ich mich, ob irgendwer in Regierungskreisen das Prinzip von Blockchain und Kryptowährungen verstanden hat.

Solange es eine Tauschbörse gibt, die den Wechsel von Währung A in B ermöglicht, gehört das Produkt dem freien Markt. Kryptowährungen sind genau deshalb vom Bankensystem abgekoppelt, weil es in der aktuellen Form einfach Schrott und absolut kundenfeindlich aufgebaut ist. Wenn wir alle morgen unser Geld von der Bank abheben wollen, bekommen die Leute nach 9 Uhr keine Scheine mehr, weil keine vorhanden sind.

Nur, weil Sie Geld auf der Bank haben, heißt das noch lange nicht, dass Sie es auch im Ernstfall bekommen. Da wird dann schon mal nachgefragt, was Sie damit wollen. Obwohl es Ihr Geld ist. Sie dürfen nicht einmal jemanden eine größere Summe ohne Betreff überweisen, da ruft die Bank dann an und fragt nach. Obwohl es Ihr Geld ist. Natürlich nur zu Ihrer Sicherheit!

Bei Kryptowährungen fragt keiner nach. Sie können Bitcoin, Ether und wie sie alle heißen transferieren wohin Sie wollen. Das geht auch schneller als bei der Bank. Aber die bösen Oligarchen! Jetzt lassen Sie sich nicht diese Freiheit nehmen, mit der Ausrede, dass wir eine Handvoll Oligarchen um ein paar Milliarden Euro ärmer machen wollen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass diese nicht schon vorgesorgt haben. Der Ukraine-Konflikt kam nicht völlig spontan. Die Sanktionen waren ebenfalls angekündigt.

Wir könnten auch Flugzeuge und Autos verbieten, weil Oligarchen sich damit fortbewegen. Häuser und Wohnungen auch. Nur zur Sicherheit. Denen gehören nämlich auch Immobilien! Wenn nicht alles kontrolliert wird, gewinnt am Ende der Russe. Und das geht nun wirklich nicht. Das ist natürlich übertrieben und Quatsch, aber wo fangen wir an und wo hören wir auf?

Die aktuellen Sanktionen treffen besonders die westlichen Bürger, die bereits eh nicht im Geld schwimmen. Wer bald entscheiden muss, ob er tankt, um in die Arbeit fahren zu können oder lieber Essen kauft, hat andere Sorgen. Ob da noch Geld in Fußballmannschaften wie FC Chelsea fließt, ist dann sicher nicht das Problem des kleinen Mannes. Eintracht Frankfurt hat jetzt auch mit Sponsor und Virenkiller Kaspersky gekündigt.

Ich bin wirklich gespannt, wie schnell und ob diese ganzen Verträge und Partnerschaften wieder aufgewärmt werden, sobald es eine diplomatische Lösung in der Ukraine gibt. Der Ölpreis hat sich bereits deutlich erholt. Die Stimmung wird sicher etwas länger brauchen. Fragen Sie einmal Iraker, wie sympathischen denen inzwischen die USA sind…

Bitcoin im Tageschart auf lange Sicht

Wenn wir uns jetzt anschauen, was Bitcoin in den letzten Jahren getrieben hat, sehen wir derzeit ein Jammern auf hohem Niveau. Die Fangemeinde der Kryptowährungen befürchtet, dass Bitcoin noch einmal Richtung 10.000 US-Dollar fallen könnte, falls die letzten Tiefs nicht halten.

(Quelle: Tradingview.com)

Das ist bei Kryptos natürlich immer möglich. Crashs sind hier gewaltig und besonders schnell. Weil Sie eben auch am Wochenende Geld abziehen können. Wollen Sie Millionen und Milliarden Euros am Sonntag von Ihrem Konto bei der Sparkasse überweisen, geht das schlichtweg nicht. Mit Kryptowährungen haben Sie 24 Stunden 7 Tage die Woche Zugriff eine sofortige Verfügbarkeit.

Runden wir auf. Nehmen wir das Thema NFT noch dazu. In einer perfekten Welt ohne Banken und andere übermächtige Vehikel, besitzen Sie ein NFT für Ihr Haus, Ihr Auto und sogar Ihre Versicherung. Da braucht es keine Notare, Banken mit 2 Stunden Öffnungszeiten pro Tag und andere Vehikel im System. Jeder hat die Macht über all sein Eigentum jederzeit.

Wer Ihnen am Sonntag Kryptowährungen im Wert von 30.000 Euro überweist, kann Ihnen Ihr Auto abkaufen. Sie transferieren das Auto-NFT dann an die Wallet-Adresse des Käufers. Wunderbar elegant und dank Blockchain auch nachvollziehbar bis in alle Ewigkeit. Das aber nur einmal am Rande als Gedankenspielerei. Logischerweise gibt es reichlich Institutionen, die etwas dagegen haben.

Zurück zu den Kryptowährungen an sich. Stellen Sie sich vor, Sie sind Russe und haben einige Rubel auf der Bank. Stellen Sie sich vor, Sie sind gegen den Krieg und möchten nur Ihre Familie ernähren. Da wäre es durchaus praktisch, wenn Sie über Ihr Geld selber verfügen könnten. Es wäre auch chic, wenn es nicht innerhalb einer Woche um 80 Prozent an Kaufkraft verliert, nur durch Entscheidungen eines Politikers.

Ich bin kein großer Fan von Bitcoin. Von den Kryptowährungen ist es aber nun einmal verhältnismäßig schwankungsarm. Vor allem, wenn Sie einfach jeden Monat ein Teil Ihres Gehalts in Rubel in Bitcoin tauschen. Ja, Sie sind immer noch der Russe. Dann hätten Sie schließlich einfach einen guten Durchschnittskurs. Und wenn Sie das bereits ein paar Jahre machen, sind Sie sowieso meilenweit im Profit. Definitiv besser, als wenn Sie jeden Monat ein paar Silbermünzen kaufen.

Jetzt könnten Sie Ihre Bitcoin in eine „sinnvolle“ Kryptowährung umtauschen und damit einkaufen gehen. Und auch noch morgen Ihre Familie ernähren. Dazu muss natürlich der Händler die entsprechende Währung auch akzeptieren.

Und genau jetzt spannen wir den Bogen zur Realität. Was ich schier für unmöglich gehalten habe, wird jetzt wahr. Die Türkei – sonst bekannt für besonders starke Restriktionen in puncto Kryptos – hat jetzt offenbar die Tür aufgemacht und lässt Floki Inu herein. Die Kryptowährung $FLOKI startet eine massive TV-Kampagne in der Türkei. Das könnte logischerweise die Rettung für viele Türken sein, die bereits unter der extremen Inflation zu leiden haben. $FLOKI selbst ist im letzten Quartal um 99 Prozent gefallen. Somit wäre das ein guter Einstieg für die Türkei – zumindest wird nicht zu teuersten Preisen gekauft.

Aber noch ist dort das letzte Wort nicht gesprochen. Allzu viel Informationen habe ich dazu auch nicht gefunden. Es wäre allerdings ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung, nachdem El Salvador Bitcoin bereits als Zahlungsmittel verwendet. Aber hier geht es wie gesagt um viel. Und ob sich die Welt für die Menschen zum Besseren verändern darf. Die nächsten Jahre werden definitiv spannend in der Hinsicht.