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2012: Wie weiter mit Griechenland, Spanien, Italien und dem Euro?

Inhaltsverzeichnis

Das neue Jahr hat begonnen – und damit die Hoffnung auf die nächsten Lösungen.Die Hoffnung wird möglicherweise trügen. Der Fahrplan zeigt: Bald wird es enger.Der Fahrplan besteht aus Terminen, die für den Euro, für Spanien, für Griechenland, für Italien 2012 schon am Anfang wichtig sind. Wir haben uns die nächsten Termine angesehen und sagen, was davon zu halten ist.

Termin 1: EZB-Zinsentscheidung

Am 12. Januar, also in zehn Tagen, fällt die Europäische Zentralbank (EZB) die nächste Zinsentscheidung. Wahrscheinlich werden die Zinsen nicht steigen, denn sonst müssten die betroffenen Staaten für die nächsten Schulden zu viel Geld zahlen.Wichtig: es ist sogar möglich, dass die EZB die Zinsen senkt. Dies ist für die betreffenden Staaten ein gutes Zeichen. Für die Finanzmärkte und vor allem für den Euro wäre dies schlecht. Dazu lesen Sie unten in den „Konsequenzen“ mehr.Gleich am 12. und am 26. Januar stehen weitere wichtige Entscheidungen am Markt an. Denn: Spanien möchte Anleihen verkaufen. Die letzte Aktion Italiens war nicht so erfolgreich wie die Medien es darstellen wollten. Italien konnte zu den recht niedrigen Zinsen nicht alle Anleihen verkaufen.

Schuldenschnitt Griechenlands rückt näher

Der spannendste Januar-Termin aber ist der „Schuldenschnitt“ von Griechenland. Rechnen Sie damit, dass dies Thema in den Medien sein wird. Ende Januar werden die Maßnahmen beschlossen. Konkret:Dann erst steht fest, wieviel private oder institutionelle Gläubiger von ihren Forderungen abschreiben müssen. Schuldenschnitt bedeutet, dass die Bilanzen etwa von Versicherungen entsprechend bereinigt werden müssen. Einige Versicherungen haben dies schon vorweggenommen.Bei anderen Versicherungen gibt es sicher noch einigen Nachholbedarf. Nur kann niemand derzeit sagen, welche Versicherung betroffen ist. Auffallend war vor Tagen nur, dass die Allianz betonte, wie sicher Italiens Anleihen sind. Achtung: Die Allianz soll etliche Anleihen aus Italien im „Depot“ haben.

Anfang Februar: Italien braucht Geld

Anfang Februar dann geht das Zittern gleich weiter. Italien braucht Geld, da es zwischen Februar und April 92 Milliarden Euro zurückzahlen muss. Dies will/muss finanziert werden.Am 9. Februar dann steht die nächste Entscheidung zu Zinsen im Euroraum an. Möglicherweise wird die EZB erneut senken.Entscheidend dann ist der März:

  • Die Regierungschefs im Euroraum werden prüfen, ob der so genannte „Rettungsfonds“ ESM aufgestockt wird. Das würde auch für uns bedeuten: Die Belastung steigt.
  • Aber schon wenn die Zinsen im Januar und/oder Februar sinken, wird es im März dramatisch. Denn dann ist der Euro gegenüber dem Dollar noch schwächer als ohnehin schon. Richten Sie sich auf Turbulenzen für das Währungspaar Euro/Dollar ein.

GeVestor empfiehlt: Das bedeutet dann, dass 2012 Griechenland, Spanien und Italien den Euro entscheidend schwächen. Davon werden Sie über steigende Rohstoffpreise etwas merken. Öl wird teurer werden.Ganz banal: wer mit Öl heizt, sollte überlegen, sich jetzt schon einzudecken. Umgekehrt werden dann Exporteure profitieren, deren Weltmarktpreise sinken. Dazu zählen Maschinenbauer – vor allem deutsche Unternehmen wie Salzgitter.