2013 wird das Jahr der Krisen

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2013 wird sich die Krise in Europa und Amerika fortsetzen und mit etwas Pech wieder deutlicher Zuschlagen – ein Ausblick. (Foto: sdecoret / Shutterstock.com)

Das neue Jahr bringt uns vor allem einer Entwicklung näher: Dem Ende der Fröhlichkeits-Blase wie sie aktuell in Europa und neuerdings auch den USA vorherrscht.

Man darf natürlich die jüngste Kursrally rund um die Einigung der Amerikaner mitnehmen, die sich auf so ziemlich alle westlichen Märkte erstreckt.

Aber man sollte auch nicht vergessen, dass wir auf einem schmalen Grat wandern der schnell in neue Hiobsbotschaften umschlagen kann.

Amerikanischer Krach in spätestens 2 Monaten vorprogrammiert

Bei den Amerikanern wird es keine 2 Monate dauern, bis dies der Fall ist. Zunächst werden ein paar Meldungen über Auswirkungen des aktuellen Kompromisses kommen.

Dann wird der Streit zwischen Demokraten und Republikanern wieder heftiger werden und sich hochschaukeln.

Am Ende werden wegen Obamas Zögerlichkeit vermutlich sogar die Republikaner die Oberhand behalten und es wird zu beispiellosen staatlichen Kürzungen kommen.

In Europa herrscht Stillstand bei der Krisenpolitik

Und in Europa? Da müssen wir nicht weniger erwarten als Stillstand bis Panik. Stillstand, weil in Deutschland Wahlen anstehen im Sommer.

Die Mehrheit der europäischen Politiker wird die Umfragen kennen nach denen Angela Merkel weiterhin vorne liegt.

Und sich daher auf einen Sieg von ihr einrichten. Gleichzeitig dürfte klar sein, dass die Salami-Taktik möglichst wenig zu sagen und noch weniger zu tun durch die Wahlen ihren Höhepunkt erreichen werden.

Steinbrück wie auch Merkel werden sich Wortgefechte liefern über die Deutungshoheit der Krise, der deutschen Wirtschaft und der Arbeitslosigkeit.

Merkel oder Steinbrück – Europa wird genau hinschauen und doch mit Merkel rechnen

Dieser Streit hat schon begonnen: Die Arbeitslosenzahlen sind auf einen neuen Tiefststand gefallen. Aber ist das Merkels Verdienst oder der der Schröderschen Agenda 2010? Also SPD-gemacht?

Die Medien hetzen sich schon jetzt darüber ab. Die Politik wird folgen.

Und neben Deutschland haben wir da die baldige Wahl in Italien.

Dort geht es immerhin darum, ob ein weiterer Finanz-Reformwilliger Premier gewählt wird, oder einer der das Land gerne weiter abstürzen sehen würde.

Und wenn man die Wahl-Politik verlässt bleiben da die offenen Fragen nach Griechenland, Portugal und Spanien.

Den Griechen geht es noch immer nicht gut. Die Spanier kämpfen massiv und verlieren scheinbar trotzdem an Boden.

Mitdenken, ruhig Handeln, breit aufstellen

Nachhaltige Entwicklungen sehen anders aus. Gelöste Krisen auch. Amerikaner wie Europäer haben ihre Probleme ins neue Jahr gerettet aber definitiv nicht gelöst.

Das darf um keinen Preis vergessen werden, wenn man die Lage der Weltwirtschaft beobachtet und seine Investitionen für 2013 plant.

Das Schlimmste wäre ein naiver Blick auf die aktuelle Situation.

Möglichst vorrausschauende Planung, eine Diversifikation der Anlagen und die Suche nach Krisen-Resistenten-Werten sollen und müssen im Vordergrund stehen.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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