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44 Millionen US-Bürger benötigen Lebensmittelmarken

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Liebe Leser,

die USA – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das stimmt einerseits und die Zahl der Dollar-Millionäre steigt stetig an und wird in den kommenden Jahren auch noch weiter wachsen. Aber die Realität in den Vereinigten Staaten hat auch eine Schattenseite: So sind rund 44 Mio. US-Bürger auf die Nutzung von Lebensmittelmarken angewiesen, um über die Runden zu kommen.

Das soziale Netz in den USA ist sehr grobmaschig – das ist in Deutschland bekannt. Aber das Ausmaß des sozialen Elends ist dann doch erschreckend. Diese 44 Mio. US-Bürger entsprechen 14,3 % der Gesamtbevölkerung. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um 11,6% angestiegen. Daran ist einmal mehr erkennbar: Der wirtschaftliche Aufschwung in den USA kommt am unteren Ende der Gesellschaft nicht an. In einigen Bundesstaaten wie Mississippi oder Oregon liegt der Anteil der Lebensmittelkarten-Nutzer sogar bei rund 20%.

Nun haben einige Abgeordnete der Republikaner den Vorschlag gemacht, bei diesem Programm zu kürzen. Immerhin gibt die US-Regierung aktuell 65 Mrd. Dollar im Jahr für die Ausgabe von Lebensmittelkarten aus. Der Sparvorschlag sieht nun vor, für die einzelnen Bundesstaaten Obergrenzen festzulegen. Wenn die erreicht sind, sollen dann keine weiteren Lebensmittelmarken mehr ausgegeben werden.

Die Demokraten sprechen sich noch gegen eine solche Kürzung aus. Fest steht aber, dass in den nächsten Jahren noch viele aktuelle Zahlungen aus dem Sozialbereich auf den Prüfstand gestellt werden. So wie es aktuell läuft, kann es nicht weiter gehen, denn die Schuldenlast in den USA explodiert. Und die Ausweitung der Schuldenobergrenze ist da nicht mehr als ein verzweifelter Versuch, um wenigstens verfassungsgemäß weiterregieren zu können.

Dies ist nur ein mögliches Feld für soziale Unruhen in den USA. Noch ist es ruhig, aber unter der Oberfläche gärt es schon. Ehemals blühende Industriestädte wie Detroit gleichen in einigen Teilen des ehemals pulsierenden Zentrums schon heute eher einer Geisterstadt. Und Detroit ist nur ein Beispiel. In solchen Städten fallen derzeit die Immobilienpreise ins Bodenlose. Auch in den meisten großen Metropolen sinken die Preise für Häuser und Wohnungen immer noch. Der Aufschwung am Immobilienmarkt lässt doch noch auf sich warten – insgesamt trübe Aussichten für die größte Volkswirtschaft der Welt.

Herzlichst

Günter Hannich