+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Übernahme-Trends 2013: Cloud Computing und Chinas Einkaufstour

Inhaltsverzeichnis

2012 war kein gutes Übernahme-Jahr. Mit rund 3% weniger Deal-Volumen und einem Rückgang der Deal-Anzahl war das schwierige makro-ökonomische Umfeld deutlich zu spüren.

Unklare Wachstumsprognosen und die europäische Schuldenkrise sorgten für schlechte Stimmung.

Doch die Übernahme-Experten sind sich einig, dass schon in Kürze das Übernahme-Volumen wieder anzieht. 2013 werden viele Unternehmen die zurückgestellten Übernahme-Pläne wieder aus der Tasche holen und zugreifen.

Ein Blick auf das Gesamtbild zeigt, dass es sich lohnt, mit einem Deal die eigene Marktposition zu stärken. Geld ist billig, die Bewertungen attraktiv und viele Störfeuer gehören der Vergangenheit an.

Cloud Computing: Übernahme-Welle setzt sich fort

Zwei ganz große Trends werden 2013 den Übernahme-Markt beherrschen. Weiterhin viele Deals sind in der Branche Cloud Computing zu erwarten.

Der Begriff bezeichnet die Bereitstellung von Datenspeicher und Software über ein Netzwerk. Für die Unternehmen entstehen dadurch erhebliche Kosten- und Mobilitätsvorteile.

Bereits 2012 rollte eine Übernahme-Welle durch die Branche. Alle großen IT-Konzerne haben sich verstärkt.

DAX-Konzern SAP griff gleich mehrfach zu. Dies nicht ohne Grund: Marktforscher gehen davon aus, dass der Cloud-Markt bis 2020 auf 240 Mrd. Dollar anschwellen wird.

Chinas Einkaufstour: Erst Amerika – jetzt Europa

Neben dem Cloud Computing wird ein weiterer Trend noch deutlicher: Eine von Chinas Regierung gestartete Einkaufstour wird Europa erfassen.

Während 2012 das weltweite Übernahme-Volumen rückläufig war, legte die chinesische Aktivität um fast 30% zu.

2012 lag der Schwerpunkt noch auf dem amerikanischen Kontinent, doch mit der Stabilisierung der Euro-Krise rückt Europa – und vor allem Deutschland – zunehmend in das Visier des Reichs der Mitte.

China will Devisen gegen westliches Knowhow tauschen

China besitzt mit 3,2 Bio. Dollar die größten Devisenreserven der Welt. Bisher wurden damit zum größten Teil amerikanische und europäische Staatsanleihen gekauft.

Die Schuldenkrise hat jedoch gezeigt, dass diese Investitionen nicht annähernd so sicher sind, wie angenommen.

Daher hat China umgedacht und plant über staatlich kontrollierte Unternehmen vermehrt bei europäischen Firmen einzusteigen.

In den vergangenen Jahren haben sich chinesische Investoren hauptsächlich nur an kriselnde europäische Unternehmen gewagt, denn in vielen Ländern gab es meist unbegründete Vorbehalte gegen das Geld aus Fernost.

Bei angeschlagenen Unternehmen hingegen war der Widerstand gering und das Geld willkommen.

Selbstbewusstes China greift nicht nur bei Krisenfällen zu

2012 wird sich das ändern. Die Boom-Nation ist selbstbewusster denn je und das Geld wird vor allem aufgrund der Schuldenkrise zunehmend akzeptiert.

Für China eine willkommene Gelegenheit, um die Devisenreserven gegen gute Substanzwerte in Europa eintauschen.

Im kommenden Jahr wird daher bei namhaften DAX-Konzernen in der Aktionärsstruktur der chinesische Staatsfonds oder ein staatlich kontrolliertes Unternehmen auftauchen.

Einige europäische Mittelstands-Unternehmen werden komplett vom Kurszettel verschwinden.

Denn China braucht Knowhow. Technologisch hat das Land bereits aufgeholt, doch die Qualitätsunterschiede sind immer noch groß.

Mit Übernahmen kann der Vorsprung der Europäer verkleinert werden und gleichzeitig ein neuer Absatzmarkt erschlossen werden.

Mit dem Übernahme-Gewinner profitieren Privatanleger

Doch nicht nur China profitiert. Anleger die bei den richtigen Übernahme-Kandidaten positioniert sind, können hohe Gewinne einstreichen.

Denn der Bieter will mit einer Übernahme-Prämie den Aktionären die Angebots-Annahme schmackhaft machen. Die Folge: Der Aktienkurs steigt über Nacht um 30% – im Einzelfall sogar über 100%.