Amortisationsrechnung: Autogas – wie sich die Umrüstung lohnt

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Der Vorbereitung von Investitionen dient die Amortisationsrechnung. Autogas kostet weniger als Benzin. Lohnt sich eine Umrüstung? (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Viele Unternehmen wenden die Amortisationsrechnung an. Für das Verfahren spricht ein einfacher Gebrauch der Rechenmethode.

Das Ziel ist die Ermittlung des Amortisationszeitpunktes, um Investitionsalternativen miteinander vergleichbar zu machen.

Wer ein Fahrzeug auf Autogas umrüsten möchte, kann ebenso leicht ermitteln, ob sich seine Investition rechnet.

Ziel der Amortisationsrechnung – Investitionsalternativen bewerten

Die Amortisationsrechnung ermöglicht zum einen den Amortisationszeitpunkt zu bestimmen. Zum anderen dient sie der Einschätzung des finanzwirtschaftlichen Risikos.

Dabei werden das statische und das dynamische Rechnungsverfahren angewandt.

Die statische Investitionsrechnung lässt sich einfacher anwenden. Bei der zweiten Methode wird beispielsweise eine Verzinsung der Zahlungsströme berücksichtigt. Dem Risikogedanken wird dadurch stärker Rechnung getragen.

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Umrüsten auf Autogas – Amortisationsrechnung

Einigkeit herrscht nicht nur unter Experten, der Einbau einer Autogasanlage lohnt sich. Allein schon der Preis an der Tankstelle spricht für Autogas. Die Amortisationsrechnung wird zeigen, in welcher Zeit sich die Investition amortisiert.

Die Kilometerleistung bis zur Amortisierung lässt sich mit einer einfachen Formel ausrechnen.

Gerechnet wird im Schritt 1 Kosten der Umrüstung multipliziert mit 100. Diese Summer dividiert man vereinfacht ausgedrückt durch die Kostenersparnis im Vergleich der Benzin- und Autogaskosten.

Die Kostenersparnis ergibt sich im Schritt 2 aus dem Benzin-Verbrauch je 100 km multipliziert mit dem Literpreis. Von diesem Rechnungsbetrag subtrahiert man den Verbrauch Autogas je 100 km multipliziert mit dem Literpreis.

Als Ergebnis von Betrag 1 dividiert durch Betrag 2 erhält man die Fahrtstrecke in km bis zur Amortisation. Berücksichtigt werden nun noch die jährlichen Fahrtkilometer.

Wird der Amortisationszeitpunkt beispielsweise nach 48.000 Fahrtkilometern erreicht, dauert es bei einer jährlichen Fahrleistung von 24.000 km 2 Jahre bis sich die Autogasanlage amortisiert hat. Wer mit 12.000 km pro Jahr kalkuliert, braucht 4 Jahre.

Bei dieser Form der Amortisationsrechnung werden Kosten wie Startbenzin und Wartung sowie gravierende Preisveränderungen bei Benzin oder Autogas nicht berücksichtigt. Ein Autogasfahrzeug wird mithilfe von Benzin gestartet. Danach erfolgt system- beziehungsweise herstellerabhängig die Umschaltung auf Gas. Da das von Fall zu Fall unterschiedlich ist, muss man mit einem Extraverbrauch von bis zu einem halben Liter Benzin auf 100 km ausgehen.

Die verbauten Flüssig- und/oder Trockengasfilter müssen etwa aller 20.000 Kilometer einer Wartung unterzogen werden. Alle zwei Jahre ist eine Gasanlagenprüfung erforderlich. Meist im Rahmen der Hauptuntersuchung durchgeführt, kostet sie etwa 30 €.

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Autogas: Umrüstung mit Top-Rendite

Eine normale Autogas-Amortisationsrechnung berücksichtigt zwar keine Zusatzkosten. Doch gilt das auch für die Wertsteigerung des Fahrzeuges.

Wird das Auto verkauft, kann man in den Verkaufspreis die Hälfte des Neupreises der Autogasanlage einkalkulieren.

Im Endeffekt bedeutet das, dass sich die Umrüstung auf Autogas noch schneller rentiert.

Die Investition in eine Autogasanlage verspricht eine gute Rendite. Abhängig ist sie von der jährlichen Einsparung und den Umrüstungskosten. Mit einer Rendite zwischen 35 und 55% kann man rechnen.

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Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.

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