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Deutschlands Wirtschaft: Talsohle durchschritten

Inhaltsverzeichnis

Im Rückblick lässt sich sagen: 2012 war ein durchwachsenes Jahr für Deutschlands Wirtschaft. Im ersten halben Jahr exportierte die Bundesrepublik so viel, wie noch nie.

Die Zeichen standen auf Wachstum, die Finanz- und Eurokrise schien überstanden. Alles war gut.

Doch dann, im zweiten Halbjahr, geriet das Wachstum ins Stocken. Schlimmer noch: Ende des Jahres brach der Außenhandel massiv ein und die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 0,6 %.

Der Anfang einer Rezession?

Danach sieht es nicht aus, denn der Schock war anscheinend nur von kurzer Dauer. Für das erste Quartal erwarten die Experten ein leichtes Wachstum. Vor allem im Rheinland sehen die Unternehmen optimistisch in die Zukunft.

Die Stimmung bei den Unternehmen ist optimistisch

Die IHK Bonn/Rhein-Sieg stellte die Ergebnisse ihrer jüngsten Stimmungsumfrage unter den Mitgliedsbetrieben vor und überraschte damit die größten Skeptiker.

Den Ergebnissen zufolge beurteilen fast 88% der befragten Unternehmen in dieser Region ihre Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“.

Nur gut 15% erwarten schlechtere Geschäfte. Vor allem die Dienstleistungsbranche und der Großhandel blicken mit Freude auf die nächsten 12 Monate und das trotz teilweise geschrumpfter Auftragslage.

Das Gastgewerbe dagegen zeigt sich pessimistischer. Hier sank der Geschäftsklimaindex unter die 100-Punkte-Marke. Knapp 30% der Betriebe befürchtet eine Verschlechterung der Lage im kommenden Jahr.

Die Gründe dafür sind vor allem die steigenden Strompreise und das zurückhaltende Konsumverhalten der Deutschen.

Im Großen und Ganzen allerdings zeigt der Geschäftsklimaindex, dass in den Betrieben eine positive Stimmung herrscht.

Deutschlands Wirtschaft: Die Situation bessert sich

Dieser Optimismus ist bundesweit zu spüren. Die Stimmung der hat den besten Wert seit 10 Monaten erreicht. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg überraschend stark von 104,3 auf 107,4 Punkte.

Experten erwarten, dass sich diese Stimmung auch auf die Realwirtschaft ausschlägt und ein reales Wachstum folgt.

„Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf“, erklärt Ifo-Chef Hans-Werner Sinn das erneute Plus beim Geschäftsklima.

Auch im Rheinland wird ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1% erwartet. Wolfgang Gießl, Präsident der IHK- Bonn/Rhein-Sieg ist sich sicher: „Die Talsohle ist durchschritten.“

Deutschlands Wirtschaft: Stabilität auf dem Arbeitsmarkt

Die positiven Aussichten von Deutschlands Wirtschaft sorgen auch für Stabilität auf dem Arbeitsmarkt.

Die Experten erwarten keinen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen.Trotz des Optimismus, der in den Betrieben herrscht, die Auswirkungen der Eurokrise sind trotzdem spürbar.

So wird die Arbeitslosigkeit zwar nicht steigen, aber es wird auch nicht zu vermehrten Einstellungen und somit zu einem Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden kommen

.Die Unternehmen agieren vorsichtig und wollen ihre Belegschaft halten, um so der laufenden Krise stabil entgegen zu stehen.