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Die Inflationsrate in Europa beeinflusst den Geldwert

Inhaltsverzeichnis

Privatanleger aufgepasst! Im Zuge der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2007 haben die USA ihre Geldmenge um über 100 % erhöht und auch die Euroländer haben 30 % mehr Geld gedruckt.

Dieses Vorgehen führt zu einer Abwertung des Geldes, was insbesondere für Sparer bedeutsam ist. Schließlich verliert das angelegte Geld im Laufe der Jahre stetig an Wert.

Inflation: Eine Begriffserklärung

Inflation bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau in einem Land anhaltend ansteigt. Druckt eine Notenbank bei gleichbleibender Situation und unveränderter Gütermenge mehr Geld und bringt es in Umlauf, so entwertet sie das Geld.

Einer steigenden Inflationsrate in Europa ist auf diese Weise Vorschub geleistet. Allerdings ist dies nicht die einzige Möglichkeit Einfluss auf den Geldmarkt zu nehmen. Denn auch über den Leitzins kann eine Inflation provoziert werden.

Wird der Leitzins gesenkt, so führt dies auf der einen Seite zu sinkenden Sparerraten und auf der anderen Seite zu steigenden Investitionsraten. Kredite werden billiger und Kaufen und Investieren wird attraktiver.

Dadurch, dass in diesem Fall mehr Geld im Umlauf ist, verliert es an Wert. Die Inflationsrate steigt. Allerdings zeigt sich dieser Effekt nicht schon nach kurzer Zeit. Die Auswirkungen derartiger Schwankungen werden häufig erst ein Jahr später sichtbar.

Die Inflationsrate in Europa steigt

Privatanleger sollten beim Anlegen ihres Geldes die Inflationsrate im Blick behalten und darauf achten, dass diese Einfluss auf ihre Erträge haben kann.

Beim Durchrechnen von Zinsen, Erträgen und eventuellen Boni sollte die Inflation stets bedacht werden. 10.000 € sind in 10 Jahren nicht mehr so viel wert wie heute, da der Wert des Geldes stetig abnimmt, was im Alltag insbesondere durch steigende Preise deutlich wird.

Mehr zum Thema: Unterschied: Effektiv- und Nominalzins sind nicht dasselbe

Hyperinflation als Folge von Inflation

Die Steigerung einer Inflation ist die sogenannte Hyperinflation. Davon ist die Rede, wenn die Inflationsrate monatlich um 50 % oder mehr steigt. Die letzte Hyperinflation in Deutschland ist einige Jahrzehnte her, sie fand in den Jahren 1922 und 1923 statt.

Belief sich der Wert allen Geldes, das im Deutschen Reich im Umlauf war, im Jahr 1914 noch auf 5 Mrd. Mark, so reichten knappe 10 Jahre später, im Herbst 1923, 6 Mrd. Mark nicht einmal mehr aus, um ein Brot zu kaufen.

Zum Ende der Hyperinflation hatte eine Reichsmark nur noch ein Billionstel ihres ursprünglichen Wertes. Viele Menschen verloren ihre gesamten Rücklage und Ersparnisse.

Für den Staat war die Hyperinflation ein positives Geschäft, so waren die Kriegsschulden von rund 150 Mrd. Mark zum Ende der Hyperinflation nur noch 15 Pfennig wert. Kurz darauf wurde eine neue Währung eingeführt.