Garantiezertifikate verkaufen – Börsentipps für Anleger

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Der Handel mit Zertifikaten wird börslich als auch außerbörslich vorgenommen – Hinweise wie Sie Garantiezertifikate verkaufen können. (Foto: Siriwat Sriphojaroen / Shutterstock.com)

Die Preise für Zertifikate werden fortlaufend vom Emittenten ermittelt.

Je nach Art des Zertifikates orientiert sich die Kursentwicklung zum Beispiel am Stand des zugrunde liegenden Basiswertes (Aktie, Währung, Index).

Im Handel wird ein Geld- oder Kaufkurs sowie ein Brief- oder Verkaufskurs festgestellt. Ein Emittent verpflichtet sich, das Zertifikat zum aktuellen Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.

Im Handel außerhalb der Börse, also beispielsweise bei einem Online-Broker, gilt direkt der Emittentenkurs für Kauf oder Verkauf.

Für den börslichen Handel gibt es die Stuttgarter EUWAX oder den Handel an der Frankfurter Scoach sowie an den Börsen in Düsseldorf und Berlin.

Mehr zum Thema: EUWAX: Handelszeiten erneut verlängert

Kauf- und Verkaufaufträge für Zertifikate, die im Handelssegment EUWAX notiert sind, können bei allen Kreditinstituten, Onlinebanken, Discountbrokern und sonstigen Finanzdienstleistern aufgegeben werden, die über das Ordersystem XONTRO an die Börse Stuttgart angeschlossen sind.

Kursbewegungen und Verkaufswert während der Laufzeit

Bei einem Garantiezertifikat partizipiert der Anleger an der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes. Dies allerdings nur in Höhe der Partizipationsrate.

Somit kommt es auch bei Kursverlusten des Basiswertes zu einem Kursverlust des Zertifikates, wenn auch in kleinerem Ausmaß.

Mehr zum Thema: Beispiel für die Entwicklung eines Garantiezertifikats

Jedoch ist ein Kursverlust noch lange kein Grund für eine Panik. Als Anleger hat man ja gerade ein Garantiezertifikat erworben, um sein eingesetztes Kapital zum Laufzeitende zurückzuerhalten.

Möchte man trotzdem ein Garantiezertifikat verkaufen, so gelten die gewöhnlichen Börsenzeiten (im Regelfall 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr). Ein Online-Broker ermöglicht oft einen längeren Handel von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr.

Garantiezertifikate verkaufen – Gebühren beim Handel

Die Gebührenstrukturen bei Online-Brokern sind im Regelfall klar, transparent und lassen sich im Vorfeld errechnen.

Sollte man bei der Hausbank in der Filiale Zertifikate handeln wollen, so ist auf zahlreiche Gebühren beim Kauf und Verkauf des Wertpapiers sowie bei dessen Aufbewahrung zu achten.

Je nach Kreditinstitut existieren hier unterschiedliche Gebühren: Ausgabeaufschlag, Provision, Order-, Makler-  und Depotgebühr. In vielen Fällen existiert auch eine Mindestgebühr, die anfällt, wenn kleinere Stückzahlen veräußert werden.

Steuerliche Aspekte beim Verkauf

Seit dem 01.01.2009 gilt in Deutschland die Abgeltungssteuer. Alle Kursgewinne werden direkt von dem jeweiligen Kreditinstitut besteuert.

Beim Verkauf des Garantiezertifikates werden von dem vereinnahmten Gewinn direkt 25% Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an das Finanzamt abgeführt.

Die Höhe der Abgeltungssteuer hängt aber auch von dem persönlichen Einkommenssteuersatz ab. Liegt dieser unter 25%, so kann man am Jahresende eine Günstigerprüfung beantragen und mit Erstattungen rechnen.

In den meisten Fällen rentiert sich eine steuerrechtliche Prüfung durch einen Steuerberater.

Kommt es innerhalb eines Kalenderjahres zu mehreren Käufen und Verkäufen, so werden die Gewinne und Verluste gegeneinander aufgerechnet. Diese Aufrechnungen erhält man vom Online Broker oder von der Filialbank.

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Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.

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