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Konjunktur in China: Langanhaltender Aufschwung ist möglich

Inhaltsverzeichnis

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Produktivität und Wirtschaftskraft eines Landes. Daran wiederum hängen viele Entwicklungen an der Börse und die interessieren Anleger, Groß- und Privatinvestoren gleichermaßen. Wer also am Finanzmarkt agieren möchte, der sollte sich auch mit dem wirtschaftlichen Phänomen der Konjunktur auseinandersetzen.

Das zyklische Auf und Ab der Wirtschaft

Jede wirtschaftliche Entwicklung von Staaten verläuft zyklisch, also einem Kreislauf entsprechend, wobei es verschiedene Einzel-Phasen zu unterscheiden gilt. Diese Konjunkturphasen gehen dabei meist fließend ineinander über. Und so kann man tatsächlich schon seit Anbeginn der modernen Markwirtschaften erkennen, dass stets irgendwann auf eine Depression ein neuer Aufschwung erfolgt.

Dieser führt in eine Wachstumsphase, die ihren Höhepunkt in der so genannten Hochkonjunktur erreicht. Doch letztlich ist auch diese glanzvolle Zeit wieder vorbei und es folgt eine Abschwungphase, die in einer erneuten Tiefphase beziehungsweise Depression endet. Dann beginnt der Zyklus von vorne.

Je nach der Dauer, die für die Betrachtung eines vollständigen Zyklus angenommen wird, haben sich unterschiedliche Modelle in der Konjunkturtheorie etabliert. Der Kürzeste ist der so genannte Kitchin-Zyklus. Er umfasst einen Zeitraum von nur 3-4 Jahren. Danach folgt der Juglar-Zyklus mit einer Dauer von 7-11 Jahren. Den längsten Zeitraum für eine konjunkturelle Betrachtung nimmt der Kondratieff-Zyklus an: er umfasst 50-60 Jahre.

Die Konjunktur in China wächst langzeitig betrachtet stetig an

Die Unterschiede in der jeweiligen Betrachtungseise kann man sehr gut am Beispiel der Konjunktur Chinas erkennen. In der kurzfristigen Betrachtung unterliegt das Wirtschaftswachstums des Landes ebensolchen Schwankungen wie alle anderen Volkswirtschaften der Welt.

Anfang 2013 tat zum Beispiel der amtierende Premierminister Li Keqiang seine Sorge vor einem Abflachen der chinesischen Produktionsauslastung kund. Als Konsequenz darauf plante die chinesische Regierung konjunkturpolitische Maßnahmen in Form von Strukturreformen und einer neuen Freihandelszone.

Schon gegen Mitte des Jahres hatte sich das Bild jedoch gewandelt und die Importe und Exporte der Volksrepublik waren stärker gewachsen als erwartet: um insgesamt 7,8 Prozent im Vergleich mit demselben Monat des vorherigen Jahres konnte der Handel mit dem Ausland gesteigert werden.

Konjunktur in China: Langfristige Prognosen sagen ein Übertrumpfen aller anderen Nationen voraus

Eine langfristige Betrachtung der Konjunktur in China zeigt aber: Insgesamt gesehen geht es mit dem (ehemaligen) Schwellenland ausschließlich bergauf. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von 1952 bis 1975 jährlich um 5%. Heute verfügt das Land über bedeutende Überschüsse in der Handelsbilanz und hohe Devisenreserven.

In vielen Produktionssektoren belegt China mittlerweile Spitzenplätze oder hat sogar die unangefochtene Führungsposition inne. Ähnliches gilt auf dem Gebiet der Energiewirtschaft. Im Jahre 2003 führte Goldman Sachs eine großangelegte Analyse konjunktureller Daten durch.

Das Ergebnis: China sollte Deutschland im Wirtschaftswachstum 2008 überholen, danach Japan in 2015 und schließlich sogar die USA im Jahre 2039.

Diese Prognose erwies sich bislang auch in weiteren Details als korrekt. Hieran zeigt sich, warum Anleger besonders die langfristige Konjunktur von Weltmarktakteuren im Auge behalten sollten, denn dies kann wertvolle Hinweise auf zukünftige Geschäfte zutage bringen.