Konsum: Angebote erhöhen die Nachfrage

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Der Konsum steigt, wenn Angebote auf den Markt kommen. Je günstiger etwas ist, desto eher wird es gekauft. So denken aber nicht alle. (Foto: hywards / Shutterstock.com)

Konsum ist alltäglich und überall und trotzdem eine komplizierte Sache. Eine Marktwirtschaft würde ohne Konsum nicht funktionieren. Gleichzeit ist Konsum aber auch mit negativen Aspekten verknüpft, zum Beispiel das Überangebot in der modernen Zeit, die Verschwendung von Ressourcen und die Schädigung der Umwelt.

Denn was gekauft wird, muss auch produziert werden, und das geschieht nicht immer unter fairen ökologischen oder sozialen Bedingungen. Für kritische Verbraucher ist Konsum ein zentrales Thema und für Menschen, die sich bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen möchten, gibt es viel zu wissen. So gibt es zum Beispiel verschiedene Formen von Konsum wie den politischen oder den kritischen Konsum.

Politischer Konsum

Insbesondere bewusste Verbraucher machen sich viele Gedanken über politische Themen und richten ihren Konsum teilweise sogar gezielt danach aus. Dies nennt man dann politischen Konsum. Verbraucher wollen durch politischen Konsum ein Statement abgeben. Dadurch, dass sie den Kauf mancher Produkte verweigern, möchten sie ihre Position in einer konsumorientierten Gesellschaft deutlich machen. Konsumenten nutzen in diesem Fall ihren Status als Verbraucher aus und versuchen Einfluss auf Politik und Wirtschaft zu nehmen.

Mehr zum Thema: Politischer Konsum: Bewusstes Ausdrucksmittel 

Konsum – Angebote fördern den Abverkauf

Merkt ein Unternehmen, dass es gerade im Verkauf nicht so gut läuft, oder möchte es ein Produkt besonders absetzen, so werden spezielle Sonderangebote für dieses Produkt ausgeschrieben. Meistens erhöhen Angebote den Konsum dieses Produkts enorm und viele Menschen reagieren auf den vergünstigten Preis. Allerdings ist nicht jedes Angebot immer ein Schnäppchen und es lohnt sich, ganz genau hinzuschauen.

Kritischer Konsum

Für viele Menschen sind allerdings die Herstellungsbedingungen, unter denen Güter produziert werden, wichtiger als der Preis. Eine besondere Art zu konsumieren ist es, Fair Trade-Produkten den Vorzug zu geben. Hierbei werden Waren gekauft, die unter fairen Bedingungen von kleinen, zertifizierten Betrieben in Entwicklungsländern hergestellt werden.

Mehr zum Thema: Kritischer Konsum als bewusstes Zeichen

Auf diese Weise werden die dortigen sozial gerechten Arbeitsbedingungen unterstützt. Insbesondere Kaffee ist als ein Fair Trade-Produkt bekannt. Auch der Kauf von regionalen Produkten oder Bioerzeugnissen zeugt von einem kritischen Konsumentenverhalten.

Denn kritischer Konsum bedeutet, dass Menschen nicht einfach nur kaufen und verbrauchen, sondern Herstellungsweise, Nachhaltigkeit und weitere Aspekte eines Produkts hinterfragen und auf dieser Basis eine Kaufentscheidung fällen.

Jeder Verbraucher entscheidet am Ende selbst, welche Produkte er kauft. Allerdings ist es nie verkehrt, seine Entscheidungen zu reflektieren und sie bewusst zu treffen.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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