+++ GRATIS Online-Sendung: Money Movement - Der neue Börsenstammtisch für Anleger | ab 08.08., 18 Uhr +++

Photovoltaikanlagen: Rentabilität von chinesischer Konkurrenz verbessert

Inhaltsverzeichnis

Die Rentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Gewinn – also dem Ertrag abzüglich des Aufwands – und dem investierten Kapital.

Bei Photovoltaikanlagen ergibt sich die Rentabilität, indem man die Einnahmen aus dem Stromverkauf den Ausgaben beim Kauf und der Installation der Anlage gegenüberstellt.

Photovoltaikanlagen: Rentabilität abhängig vom Einspeisetarif

Sonnenstrom wird in Deutschland staatlich gefördert. Das hat in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Boom im Solarsektor geführt.

Wenn Investoren Photovoltaikanlagen einrichten, bekommen sie für den dadurch produzierten Strom 20 Jahre lang einen garantierten Einspeisetarif.

Den zahlt ihnen die Bundesnetzagentur. Letztendlich kommen aber die Stromkonsumenten dafür auf.

Die Höhe dieses Einspeisetarifs variiert. Je früher man die Photovoltaikanlage in Betrieb nimmt und je kleiner sie ist, desto höher ist die Vergütung.

Photovoltaikanlagen: Preise drastisch gesunken

Wie viel der Investor für die Photovoltaikanlage ausgeben muss, hängt von deren Größe und Beschaffenheit ab. Man kann sie zum Beispiel auf dem Dach oder auch direkt auf Grundflächen installieren.

Jedoch sind die Preise der Anlagen in den vergangenen Jahren durch die chinesische Konkurrenz drastisch gesunken.

Mehr zum Thema: Hanwha Q Cells: Photovoltaik und Solarenergie

Lagen sie vor einigen Jahren noch bei rund 4000 € pro Kilowattstunde, haben sie sich heute mehr als halbiert. Dadurch hat sich die Rentabilität von Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren verbessert.

Kostenfaktoren bei der Installation sind auch die Art der Dacheindeckung – zum Beispiel kann eine Dachsanierung nötig sein – und die Höhe des Gebäudes wegen der Gerüstkosten.

Photovoltaikanlagen: Zahlreiche Förderprogramme

Zudem gibt es verschiedene Förderprogramme für Photovoltaikanlagen. Auch dies hat eine Auswirkung auf die Attraktivität einer solchen Investition.

Zum Beispiel bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW das Förderprogramm Erneuerbare Energien – Standard 274. Damit bekommen Investoren günstige Kredite zur Finanzierung von Photovoltaik-Installationen.

Mehr zum Thema: Meyer Burger: Umsatzverdoppelung dank Solarboom

Allerdings müssen sie den gesamten Sonnenstrom ins Netz einspeisen, anstatt ihn selbst zu verbrauchen.

Auch Bundesländer, Städte und Gemeinden fördern die Einrichtung von Photovoltaikanlagen. Ein Beispiel ist das Programm progres.nrw.

Aufschlag auf Einspeisetarif

Manche Energieversorger bieten Produzenten von Solarstrom ebenfalls Unterstützung an – zum Beispiel, indem sie auf den staatlichen Einspeisetarif einen Aufschlag zahlen.

Das erhöht die Rentabilität einer Photovoltaikanlage. Zu den Förderern gehören unter anderem die Stadtwerke Aachen und Bamberg.

Steuervorteile bei Photovoltaikanlagen

Speisen Besitzer von Photovoltaikanlagen den erzeugten Strom in das Stromnetz ein, werden sie steuerlich zu Unternehmern.

Dann können sie die Kosten für Anschaffung, Wartung, Reparaturen und laufende Kosten wie Versicherungsprämien als Betriebsausgaben geltend machen.

Liegen sie dabei unter einer gewissen Einkommensgrenze, können sie sich zudem als Kleinunternehmer eintragen lassen. Dann sind sie von der Umsatzsteuer befreit.

Nach Ablauf der 20jährigen staatlichen Förderung sind Photovoltaikanlagen generell noch weiterhin betriebsfähig – wenn auch mit reduzierter Leistung.