Rendite: Eine Definition

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Die Rendite kann sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen – dazu zählen Zinsen, Dividenden, Kurs- und Währungsgewinne. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Für Privatanleger ist oftmals die Rendite das entscheidende Kriterium einer Geldanlage, denn die Rendite deckt das Verhältnis zwischen den Ein- und Auszahlungen auf.

Das bedeutet konkret, dass berechnet wird, wie viel Gewinn bei welchem Kapitaleinsatz erwirtschaftet wird – also wie lohnenswert das Kapital eingesetzt worden ist.

Rentabilität und Rendite als Weg und Ziel

Oftmals wird die Rendite mit der Rentabilität gleichgesetzt. Dabei zeigt die Rendite, wie rentabel die Anlage ist.

Denn unter der Rentabilität versteht man die Methode, eine gute Rendite zu erzielen. Mit dem geringstmöglichen Aufwand bzw. den günstigsten Mitteln wie Material- oder Beschäftigungskosten soll dabei der höchstmögliche Gewinn erwirtschaftet werden.

Mehr zum Thema: Die Definition der Rentabilität

Gelingt dies, spricht man von einer hohen Rendite – dem Ziel einer jeden Anlage.

Dabei kann Rendite in Form verschiedener Ertragsvarianten erzielt werden.

Rendite: Ertrag ist nicht gleich Ertrag

Rendite erzielen Anleger am häufigsten in Form von Zinsen. In diesem Zusammenhang kommt es darauf an, welche Art von Zinsen die jeweilige Anlageform verspricht – bzw. ob sie fest oder variabel verzinst wird.

Dabei gibt es zum Beispiel  klassische Anlageformen wie Fest- und Tagesgelder, aber auch Spareinlagen – also Anlagen, die nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Auch bei der Investition in Anleihen erwirtschaften Anleger ihre Rendite hauptsächlich durch Zinsen.

Entscheiden sich Investoren für Aktien oder Aktienfonds, werden teilweise Dividenden an sie ausgeschüttet. Auch dabei handelt es sich um Rendite.

Mehr zum Thema: Was genau ist eine Dividende?

Allerdings werden Dividenden bzw. Anteile am Gewinn des jeweiligen Unternehmens nicht grundsätzlich ausgeschüttet.

Rendite: Definition der Kurs- und Währungsgewinne

Insbesondere durch Kurs- und Währungsgewinne lässt sich – auch neben Zins- und Dividendenerträgen – eine beachtliche Rendite erwirtschaften.

Dies ist möglich, indem Anleger in bestimmte Aktien, Fonds oder auch Anleihen investieren und deren Kurse an Wert gewinnen. Werden daraufhin die jeweiligen Anlageprodukte zu einem höheren Preis verkauft, haben die Anleger Gewinn bzw. Rendite erzielt.

Ebenso bieten auch alle Derivate diese Chance – also Futures, Optionen und Zertifikate.

Mehr zum Thema: Derivate und ihre Funktionsweise

Allerdings kann genauso gut das Gegenteil eintreten. Kursverluste sind dementsprechend ebenso möglich und wahrscheinlich.

Zusätzlich sind auch Währungsgewinne möglich. Dies ist der Fall, wenn Geld in einer anderen Währung angelegt wird und dieser Kurs der fremden gegenüber der eigenen Währung steigt.

Eröffnet ein deutscher Anleger zum Beispiel ein Konto in New York und der amerikanische Dollar (US-$) steigt gegenüber dem Euro (€), so besteht die erwirtschaftete Rendite des Anlegers (auch) aus Währungsgewinnen.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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