Venture Capital – Wagniskapital für Unternehmen

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Mit Venture Capital können insbesondere junge, innovative Unternehmen durchstarten. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Venture Capital bzw. Wagniskapital ist eine Form von Beteiligungskapital für Unternehmen.

Insbesondere junge Unternehmen, die mit ihrer Geschäftsidee noch ziemlich am Anfang stehen (z. B. aus der Umwelt-, Medizin-, Biotechnologie), sind auf Venture Capital angewiesen.

Denn sie gelten als risikoreich und haben es deshalb schwer, Kredite von Banken zu erhalten, da diese mehr auf Sicherheit bedacht sind. Beispiele: Google und Yahoo waren in ihren Anfangszeiten u. a. mit Venture Capital finanziert worden.

Teilbereich von Private Equity

Venture Capital (VC) ist Teil des weiter gefassten Begriffs „Private Equity“ – Beteiligungskapital, das von Investoren in nicht-börslich gehandelte Unternehmen investiert wird.

Venture Capital ist Eigenkapital – die Venture-Capital-Gesellschaften als Kapitalgeber werden so Mitinhaber des Unternehmens.

Die VC-Gesellschaften wiederum erhalten ihr Kapital von Investoren, die auf diese Weise ihr Geld (Gewinn bringend) anlegen wollen.

Unternehmensstart erleichtern

Es handelt sich dabei um sehr vermögende Personen und insbesondere um so genannte  institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen (zur Altersvorsorge ihrer Mitglieder) oder auch große Konzerne.

Einige Konzerne wie z. B. BASF oder Siemens haben sogar eine eigene VC-Gesellschaft – so genanntes Corporate Venture Capital.

Mehr zum Thema: Finanzierung von Start-up-Unternehmen

Absicht der Investoren ist es, mit dem Kapital den Unternehmen den Start bzw. die ersten Jahre bis zur Marktreife zu erleichtern und so den Wert der Unternehmen deutlich zu steigern.

Späterer Anteilsverkauf

Die Venture-Capital-Gesellschaften als Mitinhaber der Unternehmen unterstützen diese in der Regel nicht nur finanziell, sondern auch mit ihren Erfahrungen und mit ihrem wirtschaftlichen Netzwerk.

Nach einigen Jahren – meist sind es etwa drei bis sieben Jahre – verkaufen die VC-Gesellschaften ihre Unternehmensanteile  wieder, z. B. an einen Konzern oder an einen anderen Finanzinvestor, oder sie bringen das Unternehmen an die Börse.

Hohe Rendite- hohes Risiko

Die Absicht der Venture-Capital-Geber ist klar: Sie wollen das investierte Kapital vermehren, beim verkauf ihrer Anteile einen möglichst hohen Gewinn erzielen.

Je schneller und je stärker das Unternehmen an Wert gewinnt, indem es mit Hilfe des investierten Kapitals gute Produkte entwickelt, Innovationen vorantreibt und am Markt erfolgreich ist, umso besser.

Da nicht alle Unternehmen letztlich erfolgreich sind, kann es allerdings auch zu Verlusten kommen – VC-Geber nehmen ein hohes Risiko in Kauf.

Alternative zu Krediten

Für die Unternehmen selbst ist Venture Capital eine Finanzierungsform, die gerade in der Anfangszeit nach der Gründung eine Alternative zu Krediten und ähnlichem darstellt.

Wagniskapital hat für sie den Vorteil, dass keine monatlichen Zinsen gezahlt werden müssen und dass es relativ langfristig zur Verfügung steht. Hinzu kommt eventuell das Know-how der Manager in der VC-Gesellschaft.

Die Gründer bzw. ursprünglichen Firmeninhaber haben aber nun nicht mehr das Heft allein in der Hand, sondern müssen in der Unternehmenspolitik mit den Kapitalgebern kooperieren.

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Bernd Frank
Von: Bernd Frank. Über den Autor

Bernd Frank hat sein finanzwirtschaftlichen Hintergrund beim Handelsblatt und der Nachrichtenagentur Reuters über lange Jahre ausgebaut und vertieft und vermittelt heute komplexe Sachverhalte aus der Finanzwelt für die Leser von GeVestor.

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