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„Black Out“ – Die ganze Wahrheit über Stromausfälle in Deutschland

Inhaltsverzeichnis

Bürger von Industrienationen sind abhängig von unterschiedlichen Energiequellen wie Gas, Öl, Fernwärme und Strom.

„Luxusgut“ Strom

Vor allem Strom wird aufgrund der Energiepolitikwende der Bundesregierung immer teurer.

Manch einer spricht bereits von Strom nicht nur als „Versorgungs-“, sondern auch als „Luxusgut“.

Zwar wird Elektrizität auch in Zukunft immer mehr kosten, aber dadurch wird die Stromversorgung nicht sicherer – ganz im Gegenteil:

„Instabiles Stromversorgungsnetz“

Experten warnen längst davor, dass durch den Wegfall der Kapazitäten der Kernkraftwerke das deutsche Stromversorgungsnetz grundsätzlich an Stabilität einbüßt.

Aus diesem Grund hat das Bundeswirtschaftsministerium schon 2012 ein umfangreiches „Notpaket zur Sicherung der Stromversorgung“ vorbereitet.

Das Ministerium befürchtet weitere Schwierigkeiten und Engpässe in den kommenden Wintern.

Die Wirtschaft schützt sich vor Stromausfällen

Die Wirtschaft reagiert: Schon jetzt legen sich immer mehr Industrieunternehmen Dieselgeneratoren zum Schutz vor Stromausfällen zu.

Denn schon wenige Sekunden Stromunterbrechung reichen aus, um Produktions- und Steuerungsanlagen empfindlich – und vor allem teuer – zu stören.

Wenn sich also schon Unternehmer nicht mehr auf das öffentliche Stromnetz verlassen, dann sollten Sie das auch nicht tun.

„Offizielle“ Berechnung von Stromausfällen

In den etwa 930 Stromnetzen in Deutschland gab es im Beispieljahr 2011 rund 207.000 Stromunterbrechungen.

Mit einer durchschnittlichen Unterbrechungsdauer von 15,31 Minuten liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf einem Spitzenplatz – offiziell zumindest…

Andere europäische Länder sind da weitaus schlechter dran: Beispielsweise mussten die Ungarn Stromausfälle von durchschnittlich 465 Minuten verkraften.

Dennoch nahmen auch hierzulande die Kurzunterbrechungen in den Stromnetzen zu; zwischen 2008 und 2011 zum Beispiel um annähernd 29 %, die der Versorgungsstörungen sogar um 31 %.

Und das ist nur die halbe Wahrheit.

Die „ganze Wahrheit“ über Stromausfälle

Die Berechnungen trügen. Denn sie führen lediglich solche ungeplanten Stromunterbrechungen auf, die zurückzuführen sind auf:

Stromausfälle durch Dritte, Stromausfälle durch Atmosphärische Einwirkungen, Stromausfälle als Rückwirkungen aus anderen Netzen oder Stromausfälle aufgrund anderer Störungen im Bereich des Netzbetreibers.

Zudem wurde 2012 bekannt, dass die offiziell bekanntgegebene Zahl von 207.000 „Black Outs“ in Wirklichkeit sogar doppelt so hoch lag.

Denn die Stromausfälle unter 3 Minuten wurden nicht ausgewiesen und haben seit der Abschaltung der Atomkraftwerke 2011 deutlich zugenommen.

Und es gibt noch weitere Gründe für Stromausfälle, die nicht in den Berechnungen auftauchen. Doch gerade in einer Krise sind Kenntnisse darüber äußerst wichtig.

Gemeint sind:

  • Unterbrechungen durch höhere Gewalt: beispielsweise bei Krieg oder durch Naturkatastrophen
  • geplante Unterbrechungen: wenn der Netzbetreiber von sich aus oder aufgrund staatlicher Anordnungen den Strom abstellt
  • Engpässe in der Stromversorgung
  • gezielte Sabotageattacken gegen Kraftwerke, Umverteiler, Strommasten oder Stromleitungen
  • Beschädigungen von Netzwerkanlagen: beispielsweise durch Tiefbauarbeiten oder durch Verkehrsunfälle