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SBO: Eine Wette auf ein Comeback der Öl-Branche

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht erinnern Sie sich an die verrückte Geschichte: Im April vergangenen Jahres notierte der Ölpreis am Terminmarkt erstmals im negativen (!) Bereich. In der Spitze notierte der Preis bei -40 US-Dollar. Heute – 10 Monate später – liegt der Ölpreis bei über 60 Dollar.

Entsprechend haben sich auch Unternehmen aus der Ölbranche kräftig erholt. Dennoch haben viele Ölwerte nach wie vor deutliches Potenzial. Einen dieser Ölwerte möchte ich Ihnen heute vorstellen. Zuvor möchte ich Sie aber noch wissen lassen, dass auch die US-amerikanische Investorenlegende Warren Buffett auf ein Comeback der Ölbranche setzt.

In dieser Woche wurde bekannt, dass Buffett zuletzt im großen Stil Chevron-Aktien gekauft hat. Blicken wir nun aber auf den Ölwert, den ich Ihnen heute vorstellen möchte. Die Rede ist von dem österreichischen Unternehmen Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment (SBO).

Das Geschäftsmodell von SBO

SBO ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Produktion von sogenannten amagnetischen Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie, die beispielsweise bei Schiefergesteins- oder auch Tiefwasser- und Ultratiefwasser-Bohrungen Einsatz finden.

Richtbohren ermöglicht, auch bislang schwer zugängliche Öl- und Gasfelder zu erreichen. Ein Kernsegment von SBO bilden sogenannte MWD/LWD-Hochpräzisions-Komponenten. Es handelt sich hierbei um im Bohrstrang befindliche Instrumente, die die Steuerung des Bohrstranges mit Hilfe von Messungen während des Bohrvorganges unterstützen.

Weiter umfasst das Kerngeschäft von SBO die Produktion und den Vertrieb von Bohrmotoren und Bohrwerkzeugen sowie Spezialtools für die Untertage-Zirkulations-Technologie für Öl- und Gasbohrungen. Hinzu kommen Angebote in den Bereichen Reparatur und Wartung.

Zahlen und Perspektiven

Blicken wir auf die jüngste Geschäftsentwicklung: Wie erwartet hat SBO im vergangenen Jahr Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Ursächlich dafür war vor allem die Pandemie-bedingt gesunkene Nachfrage nach Öl und Gas. Um die negativen Effekte der Covid-19-Pandemie zu reduzieren, hat SBO einige Maßnahmen ergriffen.

„In unserer zyklischen Industrie sind wir geübt darin, sehr rasch auf das volatile Umfeld zu reagieren“, so SBO-Chef Gerald Grohmann. Nach vorläufigen Zahlen sank der Umsatz im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 35% auf 291 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis war ausgeglichen. Zur Geschäftsentwicklung stellt SBO-Chef Grohmann fest, dass sich zum Jahresende sowohl in Nordamerika als auch auf den internationalen Märkten der Beginn einer Aufwärtstendenz zeigte.

Im Jahr 2018 notierte die SBO-Aktie noch bei über 100 Euro. Im vergangenen Jahr war sie dann im Corona-Tief auf knapp 16 Euro abgestürzt. Derzeit notiert das Papier schon wieder bei rund 37 Euro, hat aber weiteres Potenzial nach oben, sofern der Ölpreis – wie von mir erwartet – weiter steigen wird.