WTI trifft exakt das 2018er Jahreshoch

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Vielleicht geht es noch einmal runter zur 70. Das wären dann gute Einstiegskurse falls die Rallye entsprechend der großen Ziele auf über 100 US-Dollar laufen würde. (Foto: Avigator Thailand / shutterstock.com)

Ja, WTI ist heute an einem neuralgischen Punkt angekommen und hat nach unten gedreht. Immer diese Charttechnik! Trendlinien zeichnen und fest dran glauben. Es geht auch viel einfacher! Für dieses Rezept nehmen wir einen wichtigen Hochpunkt. Beispielsweise das Hoch aus dem Jahr 2018. Das war gleichzeitig das Hoch seit 2015. Hat also eine gewisse Bedeutung.

Von diesem Hoch ziehen wir jetzt eine waagrechte Linie und treffen genau den heutigen Hochpunkt. Die Kurse sind also nach einem klitzekleinen Umweg über Null (und kurz darunter) wieder dort angekommen, wo sie Anfang Oktober 2018 schon einmal standen.

WTI im Wochenchart: Mehrjahreshoch bei 76 US-Dollar erreicht

Wenn Sie sich an dieses Rezept halten, sollte Ihr Chart ungefähr so aussehen. Die Rallye seit Oktober 2020 ist beeindruckend. Dass sie jetzt schon zu Ende ist, kann ich mir noch nicht ganz vorstellen. Ebenfalls eingezeichnet: die 200-EMA.

Klar, heute – oder vielleicht auch noch ein paar Wochen – werden wir mit dem alten Hoch aus 2018 zu kämpfen haben. Doch im Nachhinein kann das nur ein kurzer Aufenthalt gewesen sein. Ähnlich etwa wie bei der 64er Marke. Da gab es einige Hochs in den Jahren 2019 und 2020. Hier machten wir in der aktuellen Rallye auch kurz Pause und nahmen neuen Anlauf. Vielleicht geht es so ähnlich noch einmal runter zur 70. Das wären dann gute Einstiegskurse falls die Rallye entsprechend der großen Ziele über 100 US-Dollar laufen würde.

Wo sind die roten und blauen Punkte?

Nachdem wir hierzu einige Fragen bekommen haben, sollen die auch noch eingefügt werden. Oben hatte ich sie nur weggelassen, damit es im Wochenchart übersichtlich bleibt.

Was hier im Tageschart auffällt: Die blauen Punkte sind stets unter der EMA-200 und die roten darüber. Insofern bestätigt das die Idee, dass wir eher in Trendrichtung handeln sollten.

Werden nach einem roten Punkt neue Hochs gemacht, setzen wir auf weiter steigende Kurse. Umgekehrt bei Blau – bis zu einem gewissen Grad natürlich. Wenn Öl bei 1 US-Dollar liegt und die Kurse fallen noch weiter – das war die extreme Ausnahme – ist es natürlich Quatsch mittelfristig auf short zu setzen. Das können wir bei grundsätzlich soliden Aktien ähnlich verwenden. Da würde ich auch eher bei Blau die Aktie kaufen.

Was jetzt noch auffällt: Wir haben im Tageschart den letzten roten Punkt am 18. Februar 2021 gemacht. Davor war also bislang die letzte Kaufpanik und am 18. Februar schwächte sie ab. Wir haben von unter 60 auf 76 US-Dollar nicht einen Tag Kaufpanik gehabt! Das ist durchaus beachtlich. Hätte ich chic gefunden, wenn das gestern oder heute passiert wäre. Insofern warten wir die nächsten Tage einmal ab, wie sehr der Ölpreis jetzt Anlauf nimmt, um das Jahreshoch zu knacken.

Im 4-Stunden-Chart ist es übrigens ähnlich. Seit April kein roter Punkt mehr. Bei 63,42 US-Dollar lag damals das entscheide Hoch. Bei Kursen darüber einzusteigen, wäre aus aktueller Sicht sehr lukrativ gewesen. Der Stopp hätte etwa bei 57 US-Dollar gelegen.

Wir achten auf das nächste Signal und geben Ihnen Bescheid, wenn es soweit ist. Bis dahin darf WTI jetzt erst einmal im Bereich des 2018er Hochs herumtollen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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