Garantieanleihen auf Rohstoffindex: Sicherheit und Rendite?

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Der Rohstoffindex: Garantieanleihen versprechen hohe Rendite – wie hoch fällt der Gewinn wirklich aus? (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Garantieanleihen auf einen Rohstoffindex versprechen eine hohe Sicherheit.

Hohe Zinsen und die garantierte Rückzahlung des Einsatzes lockten schon zahlreiche renditehungrige Anleger.

Doch bei näherer Betrachtung dieser Anlage müssen Anleger feststellen: Hohe Renditeversprechungen haben oft einen Haken – oder sogar mehrere.

Rohstoffindex: Garantieanleihe verspricht Sicherheit

Der Handel mit Rohstoffen liegt im Trend und bietet durch seine Schwankungen hohe Gewinnchancen. Allerdings ist das Risiko bei diesen Investitionen ebenfalls hoch.

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Garantieanleihen sollen Anlegern die notwendige Sicherheit bieten, den Rohstoffmarkt für sich zu entdecken.

Beispielsweise Barclays Capital hat so eine Garantieanleihe angeboten. Es handelt sich bei dieser Art der Anleihe um ein kapitalgarantiertes Produkt. Am Ende der Laufzeit wird die 100%ige Rückzahlung des Nennwertes zugesagt.

Die Tücken der Garantieanleihe

Der versprochene Kapitalschutz schließt allerdings nicht die Inflation mit ein. Somit verliert das investierte Geld über die Zeit der Investition schon von sich aus an Wert.

Nur ein positiver Kursverlauf kann die Gefahr der Geldentwertung auffangen und das Kapital wirksam schützen.

Mehr zum Thema: Kapitalschutz und Rohstoff: scheinbar sichere Renditen

Auch die Gewinndeckelung der Garantieanleihen ist ein Fakt, der berücksichtigt werden sollte.

Erzielt die Anleihe einen höheren Gewinn als durch den Deckel vereinbart ist, geht der Anleger bei diesem Zusatzgewinn leer aus.

Ebenso ist die Laufzeit wichtig. Bei einem vorzeitigen Verkauf wird der 100%ige Kapitalschutz nichtig. Man muss mit einem Abschlag von etwa 5% rechnen.

Anleger sollten beim Kauf einer Garantieanleihe also bereit sein, sie auch bis zum Ende der Laufzeit halten zu wollen.

Der Fiskus rechnet auch noch mit

Auch der Fiskus darf nicht vergessen werden. Denn wie bei allen Kapitaleinkünften möchte das Finanzamt auch hier seinen Teil vom Kuchen abbekommen.

Das heißt: Von dem Gewinn der Garantieanleihe muss zusätzlich auch noch die Abgeltungssteuer von 25% abgezogen werden. Dazu kommen dann noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag.

Garantieanleihen – am Ende nur heiße Luft?

Garantieanleihen auf den Rohstoffindex hören sich nur im ersten Moment wie die Erfüllung aller Anlegerträume an.

Denn: Der Kapitalschutz beinhaltet weder eine Inflationsbetrachtung noch greift er, wenn die Anleihe vor Ende der Laufzeit verkauft wird.

Zudem fallen die Renditeaussichten in der Regel ebenfalls geringer aus als bei herkömmlichen Anleihen.

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Positiv wirkt sich der Kapitalschutz allerdings bei einem Abrutschen des Rohstoffindexes ins Minus aus. In diesem Fall ist zumindest das Ausgangskapital des Anlegers gesichert.

Hohe Renditen sind durch Garantieanleihen auf den Rohstoffindex aber nicht unbedingt gewährleistet.

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Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.

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