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Gold mit kurzfristigem Anstieg – aber das muss nicht so bleiben

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Noch ist die neue US-Regierung nicht im Amt – da werden aber schon die ersten Richtlinien bekannt. Dafür hat schon die designierte Finanzministerin Janet Yellen bei ihrer Nominierungsanhörung im Senat gesorgt.

Dort warb sie für massive Konjunkturhilfen. Den Abgeordneten legte sie nahe wirklich große Dinge zu bewirken. So sprach von „act big“. Gleichzeitig beruhigte sie auch den Ausschuss. Nach Ansicht der neuen Finanzministerin und ehemaligen Fed-Chefin wird der ökonomische Nutzen der Hilfen größer sein als das Risiko der höheren Schulden.

Damit rückt jetzt gleich zu Beginn der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden das neue Hilfspaket mit einem Volumen von 1,9 Billionen USD in den Fokus. Sicherlich haben die Demokraten von Joe Biden in beiden Kammern die Mehrheit. Doch gerade im Senat ist die doch denkbar knapp.

Nur nochmal zum Verständnis: Im Senat haben sowohl die Republikaner als auch die Demokraten 50 Stimmen. Bei einer Abstimmung ohne Sieger hat dann verfassungsgemäß die Vizepräsidentin Kamala Harris als Vorsitzende des Senats die entscheidende Stimme.

Knappe Mehrheit im Senat muss sich erst noch bewähren

Doch eins ist auch klar: Eine solche Mehrheit kann nur funktionieren, wenn die Demokraten immer komplett für alle Vorhaben von Joe Biden stimmen. Und hier kommen nun die doch stark unterschiedlichen Positionen der Demokraten ins Spiel. Gerade der linke Flügel wird sicherlich versuchen, hier auch noch eigene Positionen durchzusetzen. Insofern kann diese Mehrheit in Washington gut funktionieren – doch erst die Praxis wird zeigen, ob es wirklich so kommen wird.

Im Grunde baut sich hier eine Unsicherheit rund um die US-Politik auf. Als erste spontane Reaktion – sowohl auf die Kongressanhörung als auch auf die Aussichten der Mehrheiten in den USA – hat der Goldpreis wieder deutlich zugelegt.

Gold steigt wegen der größeren Unsicherheit in den USA

Allerdings kann das auch nur eine kurze Erholung sein. So merken die Rohstoff-Experten der Commerzbank dazu an: „Nach Inkrafttreten des Konjunkturpakets dürfte die Wirtschaft dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den USD aufwerten lassen und Gold damit belasten könnte.“

Aber auch dieser Effekt wird wohl nicht wirklich lange anhalten. Mittelfristig sieht es doch so aus, dass die steigenden Staatsschulden in den USA und die wohl auch perspektivisch ansteigende Inflation einen weiteren Boom beim Gold unterstützen. Insofern bleibt es auch weiterhin sinnvoll Gold zumindest als Krisenabsicherung im Depot zu haben.