Gold springt nach oben! Pinterest fällt in sich zusammen!

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Gold startet eine 30 US-Dollar-Rallye während Pinterest um 17 Protest nachbörslich abstürzt. Grund dafür waren weniger aktive Nutzer als im Quartal zuvor. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Huch! Plötzlich steht Gold wieder bei 1.830 US-Dollar! Anfang der Woche waren wir noch 30 US-Dollar tiefer. Gold konnte sich sogar vor der heißgeliebten Trendlinie lösen. Aktuell läuft ein kleinerer Rücksetzer. Die nächste Woche wird auf jeden Fall interessant!

Gold im 4-Stunden-Chart Juli 2021

Der Handelsmonat geht heute zu Ende. Grund genug den Goldpreis und dessen Verlauf anzuschauen. Die eingezeichnete blaue Trendlinie startet übrigens bereits im August 2020. Feiert also bald 1. Geburtstag. Und noch immer ist sie von Bedeutung.

Der rote Punkt ist das Ende einer Kaufpanik. Deshalb habe ich auch dort das Rechteck gezogen. Dieser Preisbereich könnte noch einmal wichtig werden, falls die Kurse jetzt wieder deutlicher zurückkommen. Dieser liegt zwischen dem Tief des ersten blauen Punktes und dem Hoch des roten Punktes. Im Idealfall dreht Gold in dieser Zone wieder nach oben und bietet eine Gelegenheit für einen Einstieg.

Meine Long-Position habe ich gestern geschlossen. Es war im 4-Stunden-Chart zu sehen, dass die Kurse sich mit einem neuem Hoch schwertun. Deshalb habe ich den Trade beendet. Nachdem im Chart ein Widerstand nicht geknackt wurde, bin ich aktuell sogar short mit einer kleinen CFD-Position. Allerdings wird das nicht ewig sein. Nur für den kurzen Rücksetzer. Übergeordnet gehe ich von weiter steigenden Kursen aus. Dafür habe ich auch noch langlaufende Optionsscheine im Depot.

Ab sofort gilt: Wenn wir eine Kerze über den 1.834 US-Dollar schließen, ist das ein Kaufsignal. Wir machen dann ein höheres Hoch. Solange die Anziehungskraft der blauen Trendlinie wirkt, ist aber noch Vorsicht geboten. Positiv ist allerdings, dass wir rund 30 US-Dollar höher stehen als zum Wochenauftakt.

Pinterest mit miserablen Zahlen Juli 2021

So schlecht waren die Ergebnisse gar nicht. Was dem Kurs aber das Genick gebrochen hat, waren die aktiven User pro Monat. MAU ist die Abkürzung für Monthly Active User und genau hier versagte das Unternehmen. Die Hochs aus der Pandemie sind Geschichte. Zum 2. Quartal verlor Pinterest demnach 24 Millionen aktive Nutzer. Jetzt sind es „nur noch“ 454 Millionen.

Im 4-Stunden-Chart sehen Sie das riesige Gap, das über Nacht gerissen wurde. 17 Prozent verlor die Aktie. Für einige sind das leckere Kaufkurse. Ich warte noch ab. Wunderschön wäre es, wenn wir bald einen blauen Punkt sehen würde als Ende der Verkaufspanik. Das war im März auch ein optimaler Einstieg.

Wenn es ganz bitter für die Aktionäre kommt, laufen wir sogar an die untere Trendlinie. Momentan liegen wir schon tiefer als der 1. Kontakt der unteren Trendlinie. Das ist negativ, wenn es heute so enden sollte. Ich hatte eigentlich ein bullisches Szenario im Visier. Dann käme es nämlich zu einem Descending Broadening Wedge und dieser fallende Keil wird meist ordentlich nach oben aufgelöst. Doch dazu müssen die Kurse jetzt eine Kehrtwende hinlegen und nach oben zur anderen Trendlinie laufen.

Dass das aber aktuell passieren wird, sehe ich nicht. Dafür haben die Aktionäre offenbar zu sehr Angst vor den etwas schlechteren MAU-Zahlen. Der Ausblick ist dennoch äußerst positiv: In Q3 plant das Unternehmen rund 40 Prozent mehr Umsatz zu machen als im Vorjahreszeitraum.

Pinterest würde ich auch nicht komplett abschreiben. Aber es ist vielleicht doch nicht die von vielen erhoffte Rakete der letzten Jahre. Etwas langsamer und solider kann als Aktie aber auch Spaß machen im Depot. Insofern ist der Wert sicherlich bald auch wieder kaufbar. Nur in diesen Minuten für mich noch nicht.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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