Gold und Öl in der Chartanalyse: Wichtige Marken voraus!

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Der Goldpreis kann sich einfach nicht von der Trendlinie trennen. Wenn wir bei WTI über die 72,32 US-Dollar kommen, sind knapp 77 US-Dollar möglich. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Märkte befinden sich heute alle in einer minimalen Korrektur. Die NASDAQ verliert aktuell mit 1,4 Prozent am meisten. Auch der DAX ist mit minus 0,7 Prozent einen Tick schwächer als gestern. Der VIX ist um 11 Prozent gestiegen. Alles noch im Rahmen und kein Grund für Sie Ihren Ruhepuls ansteigen zu lassen.

WTI im 4-Stunden-Chart

Da wurde mein Ziel des 61,8er Retracements nicht mehr ganz erreicht. Schade. Mit dem Ende der Verkaufspanik beim zweiten blauen Punkt waren auch die Tief in Stein gemeißelt. Danach ging es flott wieder hoch.

Jetzt stoßen sich die Kurse allerdings den Kopf beim 23,6er Retracement. Ganz so verkehrt sind die Fibonacci-Marken hier demnach nicht. Wenn wir bei WTI über die 72,32 US-Dollar kommen, ist auch ein erneuter Test der knapp 77 US-Dollar möglich. Sollten die Kurse aber wieder Richtung Süden drehen und unter 70,71 US-Dollar schließen, wird wohl das 50er oder 61,8er angelaufen.

Dass wir schon über zehn 4-Stunden-Kerzen zur Seite schieben, bestätigt die Idee. Wird die aktuelle Zone verlassen, ist eine Bewegung von etwa 5 US-Dollar in eine Richtung durchaus möglich.

Gold in der Chartanalyse

Es ist wirklich beeindruckend: Der Goldpreis kann sich einfach nicht von der blauen übergeordneten Trendlinie trennen. Immer wieder scharwenzeln die Kurse um diese Linie herum. Interessant wird es allerdings jetzt, wenn von unten die grüne Unterstützung immer weniger Luft lässt. In dieser Woche kann sich Gold demnach tatsächlich entscheiden, wohin es laufen will.

Sollten wir neue Tiefs machen, also unter 1.790 US-Dollar eine Kerze beenden, schließe ich meinen Long-Trade. Aufgerundet könnten Sie hier sicher eine SKS-Formation sehen, die nach unten ziehen kann. Doch so wackelig, wie der Chart gerade ist, halte ich nichts von derartigen Ideen. Solange der Goldpreis mit der blauen Trendlinie verheiratet ist, ergibt es wenig Sinn, einen neuen Trade zu starten.

Der Boden bei rund 1.750 US-Dollar ist immens wichtig. Vielleicht unterschießen wir den ja noch einmal, um ein paar Stopps abzugreifen, bevor es dann wieder hochgehen darf. Von mir aus dürfen die Kurse aber auch jetzt schon steigen. Das liegt natürlich an meinem Bias, weil ich gerade long investiert bin. Allerdings interessiert es Gold nicht, was ich mache. Insofern müssen wir jetzt noch einen Schluck Geduld haben.

Unser großer fallender Keil ist noch aktiv. Da ist ein Ziel das Allzeithoch bei etwa 2.075 US-Dollar. Und es gibt noch Ziele, die wesentlich höher sind. Dafür muss aber die 1.750 oder noch besser die 1.764 US-Dollar halten. Dort liegt Punkt 4 des fallenden Keils. Ein kurzer Stich nach unten reicht aber nicht, damit wir die Idee ad acta legen.

Umgekehrt wäre jetzt ein Ausbruch über das ehemalige Erschöpfungshoch beim roten Punkt ein erstes Zeichen von Stärke. Über 1.815 US-Dollar sind somit das Minimum, ab wann Sie bullisch werden sollten. Das letzte Hoch liegt bei 1.834 US-Dollar. Sobald wir darüber notieren, kann die Party nach oben wieder Fahrt aufnehmen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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