Goldminen bieten Stabilität in unruhigen Börsenzeiten

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Während viele Techwerte an der Börse abrutschen, können sich ausgesuchte Goldmine wie Newmont Mining sehr gut halten. Das liegt auch an der aktuellen Bilanz. (Foto: TTstudio / shutterstock.com)

Jetzt wird es unruhig an den Aktienmärkten. Viele High-Tech-Werte haben in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren. Selbst Schwergewichte wie Amazon oder Tesla stehen deutlich unter Druck. Allein in einer Woche hat so Amazon rund 9% und Tesla sogar 18% verloren.

Daher loht es sich vielleicht gerade jetzt auch wieder auf andere Sektoren zu schauen. Dabei bietet sich natürlich der Rohstoffsektor einmal mehr an. Ganz besonders die Goldminen haben in den vergangenen Wochen eine starke Performance gezeigt. Das lag sicherlich auch an der weiterhin guten Performance beim Goldpreis. Gleichzeitig haben aber auch die guten Bilanzdaten einiger Goldminen hier sicherlich stützend gewirkt.

Besonders gute Zahlen hat Newmont geliefert. So war die Goldproduktion im ersten Quartal 2021 zwar etwas unter dem Wert des vergangenen Jahres. Das lag aber vornehmlich an dem Verkauf einiger Beteiligungen. Zudem hat das Management jetzt klar prognostiziert, dass das erste Quartal 2021 das schwächste Quartal des gesamten Geschäftsjahres war.

Produktionskosten bleiben bei Newmont stabil

Ein wichtiger Faktor bei den Goldminen sind immer die Gesamtkosten der Produktion. Die sind nahezu unverändert geblieben. Im ersten Quartal lagen sie bei 1.039 USD pro Unze im Vergleich zu 1.030 USD pro Unze vor einem Jahr. Beim freien Cash-Flow ging es deutlich nach unten für Newmont von 611 Mio. USD auf jetzt noch 442 Mio. USD. Das lag zum einen an geringeren operativen Einnahmen aber auch an höheren Kapitalinvestitionen. Die sind immerhin um 22% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Newmont ist nicht nur der größte Goldproduzent der Welt. Das Unternehmen kann auch mit einem stabilen Produktionsportfolio überzeugen. So kommen 28% der Produktion aus den Minen in Nordamerika. Das bietet stabile Erträge und ein geringes politisches Risiko. Viele andere große Produzenten haben ihre Minen in zum Teil politisch instabilen Ländern Südamerikas oder auch in Teilen Afrikas.

Im laufenden Geschäftsjahr möchte Newmont bis zu 6,5 Mio. Unzen Gold produzieren. Dabei sollen die Gesamtkosten der Produktion auf dann 970 USD pro Unze sinken. Auf Sicht der kommenden Jahre erwartet Newmont dann auch, dieses Niveau beim Produktionsvolumen halten zu können. Damit würde das Unternehmen seine Stellung als weltgrößter Goldproduzent mittelfristig festigen.

Newmont bietet klare Kriterien für attraktive Dividende

Sehr stark ist auch die Dividende einzustufen. Hier werden für das abgelaufene Quartal immerhin 0,55 USD pro Aktie ausgeschüttet. Das Unternehmen plant hierbei zwischen 40 und 60% des freien Cash-Flows an die Aktionäre auszuzahlen – aber nur dann, wenn der Goldpreis über 1.200 USD pro Unze liegt. Dies sind klar Vorgaben des Unternehmens, die es für Aktionäre auch gut nachvollziehbar machen, wie sich die Dividende tatsächlich weiterentwickeln wird.

Alles zusammengenommen erscheint Newmont ein stabiles Investment zu sein. Daher hat die Aktie zuletzt auch weiter zugelegt und notiert auf dem aktuellen Niveau so hoch wie seit etlichen Monaten nicht mehr.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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