Goldpreis im Aufwind

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Gold profitiert von den aktuellen Inflationsängsten. Das gelbe Edelmetall könnte mittelfristig vor weiteren Preissteigerungen stehen. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Das Schreckgespenst Inflation geistert weiter über das Börsenparkett. Auch zum Auftakt der neuen Handelswoche belastete die Angst vor einer stark anziehenden Inflation und steigenden Zinsen die Stimmung unter den Anlegern. Meines Erachtens wird sich die Teuerung schon bald wieder auf einem moderateren Niveau einpendeln. Ich möchte Ihnen heute Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie von der Inflation profitieren können.

Inflation ist Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwungs

An der Börse spielt nun einmal die Psychologie eine große Rolle. Wirklich nachvollziehbar sind die Inflationsängste, die aktuell die Kurse belasten, für mich nicht. Wie ich Ihnen an dieser Stelle bereits erläutert habe, ist der jüngste Anstieg der Inflationsrate in den USA zu großen Teilen auf den Basiseffekt zurückzuführen.  Vor einem Jahr, zu Beginn der Corona-Krise, waren die Preise sehr tief. Deshalb fällt der Anstieg im Vergleich zur niedrigen Basis jetzt entsprechend deutlicher aus.

Dieser Effekt wird sich in den nächsten Monaten bereits wieder ab­schwächen. Im April lag die Inflationsrate in den USA bei 4,2%. Im Mai könnte sie sogar noch etwas höher ausfallen. Danach dürfte sich die Teuerung aber wieder auf einem niedrigeren Niveau einpendeln.

Eine moderate Inflation ist kein Grund zur Sorge, ganz im Gegenteil: Sie ist Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwungs, der jetzt immer mehr Fahrt aufnimmt. Davon werden auf mittlere Sicht auch die Aktienmärkte profitieren. Die aktuelle Verschnaufpause ändert nichts am übergeordneten Aufwärtstrend.

Gold steigt über die 200-Tage-Linie

Aktien, die langfristig lukrativste Anlageklasse, sind als Sachwerte eine Möglichkeit, um von einer anziehenden Inflation zu profitieren. Da ich Ihnen über Aktien an dieser Stelle ohnehin regelmäßig berichte, möchte ich heute auf ein anderes Thema eingehen, nämlich Rohstoffe.

Als klassische Inflationsabsicherung gilt beispielsweise Gold. Das gelbe Edelmetall stieg zum Wochenauftakt auf ein neues Dreimonatshoch. Wie Sie im Chart sehen können, kletterte der Preis für die Feinunze damit erstmals seit Anfang Februar über die 200-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend anzeigt.

Ganz über den Berg ist der Goldpreis damit aber noch nicht. Die Notierung ist jetzt an der mittelfristigen, seit August vergangenen Jahres gültigen Abwärtstrendlinie angelangt. Kann auch die übersprungen werden – momentan liegt der Preis knapp darüber -, steigen die Chancen für weitere Preissteigerungen erheblich.

In diesem Fall könnte ein Investment in Gold interessant werden. Die nächste charttechnische Hürde wartet zunächst im Bereich zwischen 1.960 und 1.965 Dollar. Wird auch dieser Widerstand genommen, ist auf mittlere Sicht das Allzeithoch bei 2.075 Dollar ein realistisches Ziel.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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