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Goldaktien kaufen: Das Wichtigste im Überblick

Inhaltsverzeichnis

Auf den ersten Blick scheint es oft so, als würden Goldaktien günstigere Konditionen für den Goldkauf bieten als der Direkterwerb.

Allerdings bringen Goldaktien immer ein gewisses Risiko mit sich, über das sich Privatanleger genau informieren sollten.

Goldreserven oder Goldbarren: Eine wichtige Entscheidung

Bei dem Erwerb von Goldaktien müssen sich Privatanleger zunächst zwischen dem Gold im Tresor und dem noch nicht geförderten Gold im Boden entscheiden.

Er muss sich selbst die Frage stellen, ob es für ihn wohl besser ist, Goldmünzen und Goldbarren oder Goldaktien beziehungsweise noch nicht geförderte Goldreserven zu kaufen. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle. Auch der Kurs der Feinunze Gold wird durch diese Faktoren beeinflusst.

Bei einer Investition in physisches Gold steht der Goldpreis schon fest, der Wert des Goldes im Boden eines Goldminenunternehmens hingegen nicht. Dieser ist außerdem nicht einfach zu bestimmen.

Hierfür sollte man sich als Anleger zuerst die wirtschaftlich produzierbaren Ressourcen des Goldminenunternehmens ansehen.

Berechnung der Reserven im Boden

Bei der Berechnung für die Reserven der Bodenschätze wird immer der Preis pro Unze Gold ermittelt:

Formel  

Preis pro Unze im Boden

$$\text"Preis pro Unze im Boden" = (\text"Marktkapitalisierung" / \text"Reserven (Proven und Probable)"\)$$

Ergebnis berechnen

Bei den erwarteten und direkten Förderkosten pro Unze (Cash Costs) handelt es sich um eine weitere wichtige Bewertungsgröße. Mit ihrer Hilfe kann man den Preis bestimmen, den man für eine Unze geförderten Goldes zahlen müsste.

Die Berechnung für den Preis pro geförderte Unze Gold sieht so aus:

Formel  

Preis pro geförderte Unze

$$\bo\text"Preis pro Unze im Boden"=\text"Preis pro Unze im Boden" +\text"Förderkosten (Cash Costs)"$$

Ergebnis berechnen

Um eine Entscheidung zwischen physischem Gold und Goldaktien zu treffen, reicht dieses Kriterium jedoch nicht aus.

Weitere Kriterien für eine Entscheidung

Einerseits entstehen für Minenbetreiber weitere Kosten wie etwa Abschreibungen auf die Förderanlagen und Explorationskosten. Andererseits gibt es auf dem Grundeigentum der Minengesellschaft noch mögliche und unbestätigte Ressourcen zu finden.

Diese Faktoren sollte man zumindest im Kopf haben und anschließend im Gesamtpreis pro geförderte Unze beachten.

Die Aussagekraft dieser Kriterien variiert jedoch, wenn die Unsicherheit über die gegebenen Reserven überwiegt.

Insbesondere für Explorer mit unbestätigten Ressourcen spielen andere Auswahlkriterien eine wichtige Rolle wie beispielsweise das Vertrauen in das Unternehmensmanagement. Jedem sollte jedoch klar sein, dass das Risiko eines Totalverlustes hier besonders groß ist.

Für die Goldaktienbewertung ist außerdem das politische Risiko wichtig. Besonders für viele Förderländer sollte man aufgrund der Sicherheit der Eigentumsrechte und der Wirksamkeit von Genehmigungsverfahren Risikoabschläge im Vergleich zu sicheren Anlagen in physischem Gold berücksichtigen.

Wichtig ist auch, dass gerade diejenigen Privatanleger, die Sicherheit wollen, die Minentitel meistens außen vor lassen, denn hier sind vor allem Anleger mit starken Nerven gefragt.