Notenbanken stocken Goldreserven auf

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Notenbanken setzen wieder verstärkt auf Gold und stocken ihre Reserven auf. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Seit der Finanzkrise setzen Notenbanken wieder verstärkt auf Gold.

Nach 2 Jahrzehnten des vorrangigen Verkaufs der Reserven werden die Lager wieder mit Gold gefüllt.

Die Erhöhung der Goldreserven der Notenbanken hat verschiedene Gründe. Zum einen soll der Goldkurs weiter stabilisiert werden. Auf der anderen Seite sollen die Reserven Kursschwankungen von Währungen wie dem US-$ ausgleichen.

Insbesondere die Schwellenländer investieren zurzeit verstärkt in Gold. Bei Privatanlegern ist hingegen ein leichter Rückgang des Goldkaufs zu verzeichnen.

Notenbanken: Goldreserven werden erhöht

Besonders in Krisenzeiten gilt Gold als Garant für Stabilität und Sicherheit. Die Notenbanken reagieren hierauf mit einem verstärkten Goldankauf.

Der Kauf erhöhte sich laut World Gold Council (WGC) in 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 17% und erreichte somit den höchsten Wert seit 1964.

Ziel der Notenbanken ist es, in Zeiten der Krise durch die Erhöhung ihrer Goldreserven Währungsschwankungen aufzufangen und zu stabilisieren.

Zudem bieten erhöhte Goldreserven auch eine gewisse Unabhängigkeit, da sie jederzeit als Zahlungsmittel eingesetzt werden können.

Mehr zum Thema: Goldpreis steigt schon wieder: die Rolle der Notenbanken

Gold gewinnt an Bedeutung

In der seit 2007 grassierenden Finanzkrise gewinnt Gold wieder zunehmend an Bedeutung.

Wurde vor dieser Zeit eher der Abbau der Goldreserven vorangetrieben, wurde zuletzt wieder verstärkt auf Gold gesetzt. Besonders seit 2010/2011 ist eine Trendwende zu erkennen.

Gold wird von Notenbanken, aber auch Anlegern nicht nur als Rohstoff gesehen, sondern vielmehr als Währung wahrgenommen. Gerade in Zeiten der Gefahr eines Zusammenbruchs des Papiergeldsystems wird verstärkt in Gold investiert.

Mehr zum Thema: Gold als neue Währung

Jedoch ist ein Rückgang an Privatanlegern, die in Gold investieren, zu verzeichnen. Dies ist vor allem dem hohen Goldpreis geschuldet.

Die Notenbanken stocken hingegen auf. Deutschland ist im Übrigen der zweitgrößte Goldbesitzer der Welt. Nur die USA verfügen über höhere Goldreserven.

Die Bundesbank plant indes, Teile der im Ausland lagernden Goldreserven nach Deutschland zurückzuholen. Der Rücktransport aus Paris und New York ist jedoch mit hohen Kosten und logistischen Problemen verbunden.

Mehr zum Thema: Deutschlands Gold in ausländischen Händen

Massive Goldkäufe der Schwellenländer

Gerade Schwellenländer wie Russland, China, Mexiko oder Indien sorgen seit Jahren für die Erhöhung ihrer Goldreserven.

Grund hierfür ist die Bewahrung einer gewissen Unabhängigkeit von schwankenden Währungen wie US-$ oder €. Auch die erhöhten Gelddrucke der Notenbanken der USA, in Europa oder Japan verunsichern die Schwellenländer.

Insbesondere in China wird in den kommenden Jahren ein wachsender Bedarf an Gold erwartet. Experten vermuten, dass China zum weltweit größten Goldmarkt aufsteigen wird.

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Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.

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