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Update Platin: Nur auf den ersten Blick preiswert

Update Platin: Nur auf den ersten Blick preiswert
AlexLMX / shutterstock.com
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Auch heute blicke ich noch einmal auf die Edelmetalle. Der Sektor ist derzeit wirklich besonders spannend. Das gilt ganz speziell natürliche für Gold und auch für Silber. Aber es gibt doch noch ein Edelmetall das deutlich hinterherhinkt. Und das ist Platin. Heute möchte ich Ihnen noch einmal näher bringen warum Platin noch schwach notiert und welche Chancen das Metall vielleicht doch noch bietet.

Um zu bewerten ob ein Metall teuer oder billig ist, bietet es sich an auf verschiedene Preisverhältnisse zu schauen. Maßgeblich beim Platinpreis ist das Verhältnis zum Gold – gemessen in der Gold-Platin-Ratio. Die Verhältniszahl gibt an, wieviele Unzen Platin notwendig sind, um eine Unze Gold zu kaufen.

Lange Zeit galt hier ein Wert von unter eins als normal, denn Platin kostete an den internationalen Finanzmärkten traditionell mehr als Gold. Dieses Verhältnis hat sich vor einigen Jahren umgekehrt. Letztmals notierte die Gold-Platin-Ratio Anfang 2015 unter dem Wert von 1. Seitdem hat es hier einen massiven Anstieg gegeben. Und gerade zuletzt ging es hier noch mal wieder deutlich nach oben und in diesen Tagen notiert die Verhältniszahl nur knapp unterhalb dem Rekordwert von etwas mehr als 1,8.

Keine Trendwende beim Platin in Sicht

Damit hat sich ein langfristiger Trend in diesem Bereich etabliert und nun geht es darum, wie lange dieser Trend noch anhalten wird. Nach Ansicht vieler Experten wird es mittelfristig wieder zu einem Angleichen der Preise kommen. Dahinter steht die Überlegung, dass sich solche Verhältniszahlen immer wieder dem langfristigen Schnitt annähern.

Grundsätzlich lässt diese Verhältniszahl eben keine klare Prognose zur Entwicklung der Preise zu. Das zeigt ihn das folgende Beispiel: Noch im Mai lag die Zahl bei 1,4 und vieles deutete auf ein weiteres Absinken hin. Doch dann startete der Goldpreis durch und schon jetzt haben wir wieder das Rekordniveau in Reichweite.

Platin hat seit Anfang Mai um 4% zugelegt – immerhin. Beim Gold ging es aber um rund 20% nach oben – und damit ist Platin jetzt auf den ersten Blick wieder extrem unterbewertet im Vergleich zum Gold. Doch eine Sache muss Ihnen klar sein: Wenn Sie nach solchen Verhältnis-Kennzahlen eine Strategie aufbauen, lassen Sie fundamentale Daten völlig aus dem Spiel. Und das ist gefährlich, denn beim Platin deutet sich keine Besserung der fundamentalen Lage an. Die Autoindustrie als wichtiger Industriezweig setzt Platin in Katalysatoren ein – speziell bei Diesel-Fahrzeugen. Doch hier ist die Nachfrage eingebrochen und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Daher gilt: Wenn Sie auf die Entwicklung von Edelmetallpreisen schauen, sollten Sie auf jeden Fall auch die fundamentale Lage mit beachten.