Wie Sie von der anziehenden Inflation profitieren

Silber Mine Arbeiter – shutterstock_87973216 Joe Belanger

Ich zeige Ihnen heute, wie Sie von der im Zuge der Konjunkturerholung anziehenden Inflation profitieren. Stichwort Rohstoffe. (Foto: Joe Belanger / Shutterstock.com)

Das Thema Inflation beherrscht weiter die Finanzmärkte. Gestern habe ich Ihnen erläutert, warum ich die Angst vor einer ausufernden Inflation für übertrieben halte und warum ich davon ausgehe, dass sich die Teuerung auf einem moderaten Niveau einpendeln wird.

Gleichwohl zieht die Inflation an. Eine Möglichkeit, wie Sie als Anleger davon profitieren können, habe ich Ihnen gestern aufgezeigt: ein Investment in Gold. Es gibt aber noch andere Optionen. Diese möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Silber profitiert von der Konjunkturerholung

Ähnlich wie der Goldpreis entwickelt sich meistens die Notierung des “kleinen Bruders” Silber. Die einsetzende wirtschaftliche Erholung stärkt jedoch die Nachfrage nach Silber. Dies unterstreicht auch der Blick auf die Preisentwicklung. Seit Jahresanfang hat Gold 2% an Wert verloren, während der Silberpreis um rund 5% zugelegt hat.

Silber ist – wie Gold – ein wichtiges Edelmetall, wird aber nicht so sehr als Krisenwährung oder Objekt der Wertanlage angesehen. Denn Silber kommt sehr viel stärker in der Industrie zur Anwendung als Gold. So wird Silber aufgrund seiner guten Verarbeitungsqualitäten unter anderem in Elektronikprodukten wie Mobiltelefonen, aber auch in der Autoindustrie und zahlreichen Zukunftstechnologien eingesetzt.

Als bedeutendes Industriemetall profitiert Silber daher von der Konjunkturerholung. Seit Ende März hat die Notierung bereits kontinuierlich angezogen, hat jetzt allerdings eine massive charttechnische Hürde vor sich. Im Bereich der runden 30-Dollar-Marke hat der Silberpreis im August vergangenen Jahres wie auch im Februar jeweils nach unten gedreht.

Wird diese Hürde im nächsten Anlauf genommen, wäre das ein sehr starkes Kaufsignal. In diesem Fall ist ein Trendschub zu erwarten, bei dem in den nächsten Monaten Notierungen zwischen 35 und 37 Dollar erreicht werden sollten. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2011 bei rund 50 Dollar ist derzeit zwar noch Zukunftsmusik. Aber möglicherweise könnte auch das langfristig wieder ein Thema werden.

Rohstoff-Hausse könnte lange andauern

Vom konjunkturellen Aufschwung profitieren auch andere Rohstoffe und Industriemetalle. Ablesen lässt sich das an der Entwicklung des Ölpreises, der sich gegenüber seinem Corona-Tief mehr als verdreifacht hat. Oder am Kupferpreis, der ebenfalls im Hausse-Modus ist und neue Höchststände erreicht hat. Stark von der wirtschaftlichen Erholung profitieren beispielsweise auch die Agrarrohstoffe.

Vielleicht denken Sie jetzt, nach dem starken Anstieg sei es für einen Einstieg schon zu spät. Vermutlich nicht. Denn Trends im Rohstoffbereich halten meist sehr lange an. Kommt die wirtschaftliche Erholung richtig in Fahrt, dürfte sich die Rohstoff-Hausse noch einige Zeit fortsetzen. Ein ETF auf Industriemetalle oder Agrarrohstoffe bietet für Sie als Anleger somit eine gute Möglichkeit, um vom Konjunkturaufschwung und einer anziehenden Inflation zu profitieren.

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Silber hat massiv aufgeholt im Verhältnis zum GoldIn den vergangenen Wochen hat der Silberpreis deutlich stärker zugelegt als der Goldpreis. Seit dem Tief im März hat es eine Verdopplung gegeben. › mehr lesen


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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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