Uran: Ausblick bleibt langfristig spannend

China Mauer – shutterstock_439146580 aphotostory

Kurzfristig fehlt dem Uranmarkt der Katalysator. Doch mittel- bis langfristig deutet sich ein klarer Angebotsengpass an. (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Die Anlageklasse der Rohstoffe ist sehr breit gestreut.

An dieser Stelle blicke ich hauptsächlich auf die Edelmetalle oder auch auf die Energierohstoffe.

Im weitesten Sinne in die letztgenannte Kategorie fällt auch Uran.

Bedeutung des Urans für Deutschland und die Welt

Keine Frage: In Deutschland spielt Uran oder auch die Atomenergie kaum noch eine Rolle. Der Atomausstieg ist beschlossene Sache, die Energiewende auf dem Weg. Doch eines muss Ihnen auch klar sein: Diese Lösung in Deutschland ist eine Insel-Lösung.

Atomenergie spielt weltweit eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung und wird sie auch in Zukunft spielen.

So schätzt die Welt-Atombehörde, dass noch vor 2020 rund 40 neue Atomreaktoren ans Netz gehen werden. Zusätzlich sind für die Jahre danach noch viele weitere Reaktoren in der Planung.

Der regionale Schwerpunkt liegt hier ganz klar in Asien. China steht dabei mit mehr als 20 Reaktoren, die derzeit im Bau sind, an der Spitze der Länder, die weiterhin massiv auf die Atomkraft setzen.

Volatiler Uran-Markt

Das spiegelt sich aber nicht im Preis wider: Der Preis für Uran am Spotmarkt lag in der Spitze einmal bei 132 Dollar pro Pfund. 2014 sackte der Preis kurzzeitig auf unter 30 Dollar pro Pfund ab.

Diese Schwankungen zeigen ganz klar, wie volatil dieser Markt tatsächlich ist.

Fakt ist aber: Langfristig sind die Aussichten für Uran weiterhin extrem gut. Viele neue Reaktoren benötigen viel Uran – das ist eine einfache Gleichung.

Insofern muss die Produktion langfristig deutlich ausgebaut werden. Das ist jedoch definitiv nicht so einfach. Vor allem der Genehmigung neuer Uran-Minen stehen viele Hindernisse im Weg.

Kaum neue Uranminen, aber stetig steigende Nachfrage

In westlichen Ländern ist es schon schwierig, eine Genehmigung für eine Gold- oder Silber-Mine zu bekommen, bei neuen Uranminen ist es fast unmöglich.

Daher rücken auch immer mehr Länder in den Fokus, in denen die Vorkommen schon vorhanden sind und abgebaut werden, und wo es dann um Erweiterungen bestehender Vorkommen geht.

Kasachstan nimmt deshalb mittlerweile mit einem Weltmarktanteil von 37,8 % mit Abstand den 1. Rang der Uranproduktions-Länder ein. Kanada folgt auf Platz 2, gefolgt von Australien und Niger (Stand: April 2015).

Uran-Aktien bleiben spannend

Für Aktien aus diesem Sektor bleibt es dennoch schwierig. Langfristiges Potenzial zieht eben nicht an der Börse. Vor allen Dingen ist nicht wirklich klar, wie die Uran-Lagerbestände in vielen Ländern tatsächlich sind.

Hier ist der Markt nicht wirklich transparent. Darum ist es gut möglich, dass Länder wie China oder auch die USA die vergangenen Jahre dazu genutzt haben, ihre eigenen Bestände deutlich aufzustocken.

Dann kann es mit dem Durchstarten beim Uran auch noch etwas dauern. Dennoch lohnt sich immer einmal wieder ein Blick auf diesen spannenden Sektor und große Aktien daraus.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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