Goldmünzen kaufen: Was Sie beachten müssen

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Geldanleger entscheiden sich vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dafür, Goldmünzen zu kaufen. Dabei fallen gewissen Kosten an. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Goldmünzen dienten früher als Zahlungsmittel – unter anderem im römischen und persischen Reich.

Heute prägt man goldene Gedenkmünzen für Sammler und sogenannte Bullionmünzen für Anleger. Ihren Reinheitsgehalt gibt man in Promille oder Karat an. 24 Karat entspricht dabei reinem Gold.

Gewisse Zusatzkosten beim Goldmünzen kaufen

Wenn Sie Goldmünzen kaufen, müssen Sie keine Mehrwertsteuer zahlen. Auch eine Abgeltungssteuer gibt es beim Kauf von Goldmünzen nicht – vorausgesetzt, Sie berücksichtigen eine Haltefrist von mindestens 12 Monaten.

Dennoch gibt es gewisse Zusatzkosten beim Goldkauf: Erwerben Sie Ihre Goldbarren oder -münzen bei der Bank und lagern Sie sie dort ein, fallen Miet- und teilweise auch Versicherungskosten an.

Zudem nehmen Goldhändler einen Aufschlag, der bei 3 oder 4 Prozent liegt.

Goldmünzen kaufen können Sie auch bei Münz- und Edelmetallhändlern. Zudem gibt es zahlreiche Webseiten, bei denen man das gelbe Edelmetall mit einem Klick erstehen kann.

Goldmünzen kaufen: Der sichere Hafen

Anleger kaufen Goldmünzen vermehrt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sie betrachten das Edelmetall als sicheren Hafen mit einem gewissen Eigenwert, der auch gegen Inflation, also Wertverlust des Geldes schützt.

So hat sich der Goldpreis wegen der weltweiten Wirtschaftskrise zwischen 2007 und 2013 fast verdreifacht – und zwar von 600 auf 1600 Dollar.

Mehr zum Thema: Diese Faktoren beeinflussen den Goldpreis

Goldmünzen bieten den Vorteil, dass Sie das Edelmetall schon in geringen Mengen kaufen können.

Sie haben als Käufer die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Motiven – wie zum Beispiel dem chinesischen Panda, dem deutschen Eichenblatt oder auch dem somalischen Elefanten.

Deutschland hat seine erste Gedenkmünze 2001 herausgebracht: Es war eine deutsche Mark aus reinem Gold zum Abschied der DM-Währung.

Sogenannte Privy Marks als Kompromiss für Sammler und Anleger

Dabei geben viele Prägestätten jährlich wechselnde Motive heraus. Sammler begrüßen dies, da das den Seltenheitswert einer Münze erhöht.

Jedoch sinkt auch der Bekanntheitsgrad, wodurch es Anlegern wiederum erschwert wird, die Münze wieder zu verkaufen.

Ein Kompromiss sind Sammlereditionen mit sogenannten Privy Marks. Das sind kleine Bildchen, die die ansonsten gleichbleibende Münze von der vorherigen Edition unterscheiden.

Eine australische Goldmünze, die eine Tonne wiegt

Die größte Goldmünze der Welt gibt es in Australien: Sie wiegt eine Tonne, ist 12 Zentimeter dick und hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Auf der einen Seite ist ein Känguru zu sehen, auf der anderen Seite die britische Königin Elisabeth.

Ihr Nennbetrag ist 1 Million australische Dollar, also über 750.00 Euro. In ihre Prägung ist Gold im Wert von 55 Millionen Dollar geflossen.

Die teuerste Sammlermünze der Welt ist der amerikanische Double Eagle aus dem Jahr 1933. Sie hat einen Nennwert von 20 US-Dollar, aber einen Marktwert von 7,6 Millionen US-Dollar.

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Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.

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