Depot absichern: Fallende Kurse mit doppeltem Boden

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An der Börse geht es mal hinauf – und mal steil bergab. Fallende Kurse sind jedoch kein aussichtsloses Problem, wenn […] (Foto: zentradyi3ell)

An der Börse geht es mal hinauf – und mal steil bergab. Fallende Kurse sind jedoch kein aussichtsloses Problem, wenn der Händler sein Depot richtig absichern konnte.

Hierfür stehen ihm die verschiedensten Möglichkeiten zur Verfügung, um auch mit fallenden Kursen Gewinne zu erzielen.

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Depot absichern: Fallende Kurse durch Hebel ausgleichen

Dies kann beispielsweise durch verschiedene Zertifikate, Optionsscheinen oder ETFs geschehen, mit denen sich allesamt short handeln lässt.

Eine weitere Alternative stellen die immer beliebteren CFDs dar, sogenannte Contracts for difference, mit denen sich auf Kursverluste bei Aktien, Indizes oder Rohstoffen spekulieren lässt.

Kaufen können Anleger diese meist bei ihrem gewohnten Online-Broker. Alleine im Fall der CFDs müssen Interessierte oftmals noch auf ausländische Anbieter zurückgreifen. Nach einer gründlichen Studie der Vertragsbedingungen und möglicher Abgaben sollte dies jedoch kein Hindernis darstellen.

Alternativen wie Futures oder Leerverkäufe sind hingegen meist den Börsenprofis vorbehalten und führen bei einem deutlich erhöhten Risiko meist auch zu besseren Renditen.

Anlageplan immer im Auge behalten

Wichtig ist es jedoch, vor einer hektischen Entscheidung die eigene Finanzsituation und Anlagestrategie genau zu untersuchen. Oftmals kann es – vor allem bei langfristigen Anlageplänen – besser sein, die Durststrecke der Börsen einfach auszusitzen.

Mehr zum Thema: Wie Sie Ihr Depot genau bewerten können

Nach dem großen Sturz des DAX zum Jahresende 2008 dauerte es beispielsweise nur rund zwei Jahre, bis die Kurse wieder das alte Niveau erreicht hatten.

Der Kauf von Zertifikaten, CFDs und Optionen ist hingegen risikoreich. Kann der Anbieter der Produkte seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen, ist das angelegte Geld meist verloren.

Dagegen geschützt sind nur börsengehandelte Indexfonds, die sich jedoch nur an langfristige Anleger richten.

Aktiengeld als Bonuszahlungen betrachten

Aber auch in einem normalen Börsenumfeld sollten Anleger entsprechende Notausgänge kennen. Klar sollte beispielsweise sein, dass das in Aktien angelegte Geld im Extremfall komplett verloren gehen kann.

Lebenswichtige Rücklagen sollten daher nicht für den Börsenhandel genutzt werden.

Fallende Kurse: Depot mit Stoppkursen absichern

Bei vielen Finanzinstrumenten können Anleger außerdem auf sogenannte Stoppkurse zurückgreifen. Fällt die Aktie auf einen vorher festgelegten Minimalwert, wird sie automatisch verkauft, um Verluste in Grenzen zu halten.

Meist wird empfohlen, diesen bei rund 10% bis 15% unterhalb des Kaufkurses anzusetzen. Steigt die Aktie an, sollte dieser entsprechend angepasst werden, entweder manuell oder automatisch durch den Einsatz eines Trailing-Stops.

Aktien verschiedener Unternehmen erwerben

Daneben ist es wichtig, auf mehrere verschiedene Aktien zu setzen. So können Verluste einzelner Firmen einfach ausgeglichen werden.

Zu viele Aktien sollten es dabei jedoch auch nicht werden, da Anleger jeglichen Besitz zeitnah analysieren können sollten, um verlustreiche Papiere schnellstmöglich verkaufen zu können.

Nur so abgesichert können Anleger dann auch bei fallenden Kursen gelassen bleiben.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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