Forex Hebel – Chancen und Risiken

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Wer über einen Onlinebroker an den Devisenmärkten handeln möchte, benötigt nicht nur ein gutes und fundiertes Wissen über volkswirtschaftliche Entwicklungen, welche die Währungen beeinflussen.

Ebenso muss sich der Trader mit der technischen Komponente und den Hintergründen vertraut machen, ohne die sein Trading nur ein kurzer Ausflug mit einer harten Landung sein könnte.

Mehr zum Thema: Der Forex-Handel

Der Forex-Hebel im Trading

Um auch als Privatanleger an Devisenmärkten mit einer Aussicht auf ordentliche Erträge agieren zu können, bedarf es entweder eines großen Kapitaleinsatzes oder eines entsprechenden Hebels.

Dieser Hebel wird von Onlinebrokern auch im CFD-Bereich angeboten und ist ähnlich ausgestaltet wie im Forex-Handel.

Der Hebel ist ein wichtiger Bestandteil des Devisenhandels, sollte aber aufgrund der Risiken genau verstanden werden.

Mehr zum Thema: CFD Trading: Leverage Effekt anwenden

Der Begriff des Hebels umschreibt das Verhältnis zwischen dem investierten Betrag und der tatsächlich bewegten Geldmenge.

Die Broker leihen ihren Kunden also Kapital, damit diese ein angemessenes Handelsvolumen zur Verfügung haben.

Da die Kursveränderungen an den Devisenmärkten relativ gering sind, bedarf es einer vergleichsweise hohen Summe, um erwähnenswerte Gewinne erzielen zu können.

Geldleihe durch den Broker

Durch die Geldleihe fallen Kosten an, sobald der Anleger mit einem Hebel im Forex-Handel arbeitet. Doch wie genau sieht das in der Praxis aus?

Angenommen, Herr Meier hat 2.000 € auf das Konto seines Onlinebrokers eingezahlt. Im Regelfall lässt sich über den Broker der Hebel frei bestimmen. Er wählt einen Hebel von 100:1.

Dieser Hebel ist relativ hoch gewählt, dient aber beispielhaft als anschauliche Größe.

Für jeden €, den er nun an den Märkten investieren, investiert der Broker für Herrn Meier 100 €.

Bei einer Position der Größe von 2.000 € handelt der Broker also mit 200.000 €. Für die „Aufnahme“ dieses Betrages bezahlt Herr Meier Finanzierungszinsen, welche die Rendite schmälern oder den Verlust vergrößern können.

Ein Trading-Beispiel zu Finanzierungskosten

Bei der beispielhaften Währungsposition des Anlegers handelt es sich um eine Long-Position. In dem Fall um den Kauf von US-Dollar, um auf einen Anstieg des Wechselkurses zu spekulieren.

Hierfür muss eine Art „Kredit“ aufgenommen werden, da ja 2.000 € eingesetzt, aber dafür 200.000 € bewegt werden.

Diese Zinsen belasten täglich das Konto, weshalb bei einer Seitwärtsbewegung der Märkte auf lange Sicht ein enormer Kapitalverlust auftreten kann.

Bei einer Short-Position fallen hingegen keine Finanzierungskosten in Form der Finanzierungszinsen an, weil der Anleger hier kein Geld vom Broker geliehen bekommt.

Das Gegenteil ist sogar der Fall, denn im Rahmen einer Short-Position erhält der Anleger vom Broker Zinsen.

Die Höhe der Finanzierungskosten kann variieren und bei der Wahl des Brokers mitentscheidend sein.

Vor – und Nachteile des Forex-Handels mit Hebel

Der Forex-Handel ist dank der Onlinebroker auch für den privaten Anleger möglich geworden. Teilweise kann mit kleinen Kapitaleinsätzen auf Währungspaare spekuliert werden.

Durch den Hebel beim Forex-Handel gibt es die Möglichkeit, einen ordentlichen Gewinn selbst mit kleineren Einsätzen zu erreichen.

Doch die Risiken dieser Geschäfte sollten jedem Trader bekannt sein. Der Hebel fungiert auch in die entgegengesetzte Richtung und falls die hinterlegte Margin nicht ausreicht, kann es unter Umständen sogar zu einer Nachschusspflicht kommen.

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