Rückblick: Die GeVestor Anlegerkonferenz in Zürich

Heute fand in Zürich der erste Investoren-Tag des Börsenfachverlags Gevestor statt. Rund 100 Leser und Börseninteressierte lauschten den Vorträgen der Chefredakteure Phillip Ley, Tobias Schöneich, Jens Gravenkötter, Richard Mühlhoff, Alex Fischer, Michael Kelnberger und Rolf Morrien.

7 interessante Fachvorträge warteten auf die Anwesenden. Um 10.00 Uhr gab Moderator Heiko Böhmer den Startschuss für den im Hotel Kameha organisierten Anlegertag.

Chefredakteur Phillip Ley setzt auf Aktienrückkäufe…

Den ersten Vortrag hielt Phillip Ley, Chefredakteur des Börsendienstes „Kaufalarm“. Anschaulich stellte Ley dar, worin der Vorteil in Geldanlagen von Unternehmen liegt, die Aktienrückkäufe tätigen.

Anhand von Grafiken zeigte der auch abseits von Gevestor bekannte Chefredakteur, wie viel mehr Gewinn Investoren von „Rückkauf-Unternehmen“ erzielen konnten.

Auch der kritischen Frage, ob solche Unternehmen nicht zurückkaufen, weil sie keine Investitionsideen hätten, stellte er sich. Ley erklärte, dass es wohl auch solche Unternehmen gibt, doch dass diese nicht Einzug in sein Depot halten.

Er setzt in seinem Dienst nur auf erfolgreiche Unternehmen, die selbst neben Erweiterungsinvestitionen noch Geld für Rückkäufe haben. So bleibt das Unternehmen erfolgreich und Investoren erhalten durch die Rückkäufe ein größeres Stück vom Kuchen.

…und Tobias Schöneich auf familiengeführte Unternehmen

Mit Tobias Schöneich setzte der Gevestor-Experte für familien-geführte Mittelstandsunternehmen die Vortragsserie fort. Schöneich, Chefredakteur vom “Mittelstands-Depot“, erklärte den höheren Anreiz für die Unternehmensspitze familiengeführter Unternehmen.

Dabei geht es nicht nur darum „Das Erbe des Ur-Großvaters“ erfolgreich weiterzuführen, sondern auch um den eigenen finanziellen Vorteil. Dieser höhere Anreiz sorgt auch für Gewinne bei den Aktionären.

M&A-Experte Jens Gravenkötter: Schweizer Übernahme-Markt trotz Frankenaufwertung attraktiv

Nach einer kurzen Pause kam der Vortrag zum Schweizer Übernahme-Markt von Jens Gravenkötter. Der erfolgreiche Übernahme-Experte – der in diesem Jahr 5-jähriges Jubiläum seines Dienstes „Übernahme-Gewinner“ feiert – erklärte die Auswirkungen der Frankenaufwertung auf das Schweizer Übernahme-Geschäft.

Es wurde deutlich, warum nach der Abkopplung des Schweizer Frankens vom Euro das Schweizer Übernahme-Geschäft einen Einbruch hinnehmen musste.

Es wurde aber auch deutlich, dass es im Land der Eidgenossen weiterhin attraktive Übernahmen-Chancen gibt. Nach einem schwachen ersten Quartal zog das Volumen in den Monaten April und Mai wieder an.

Und auch das Übernahme-Interesse von Monsanto an den Schweizer Agrar-Chemiekonzern Syngenta kam erst nach der Frankenaufwertung. In seinem Dienst setzt Gravenkötter daher weiterhin auf erfolgreiche Schweizer Unternehmen.

Richard Mühlhoff vertraut auf Elite-Investoren: Hoher Gewinn zeigt attraktiven Investitionsansatz

Bevor es in die Mittagspause ging, referierte noch Richard Mühlhoff über das Erfolgsrezept „Elite-Investoren“. Mühlhoff beobachtet in seinem Dienst “Investment-Elite” die erfolgreichsten Investoren, schaut, wer sich wo positioniert hat und steigt dann mit seinen Lesern ebenfalls ein.

Die Idee dahinter ist, dass man sich auf das Anlage-Urteil langfristig erfolgreicher Investoren verlässt. Wenn mehrere dieser „Elite-Investoren“ investiert sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie einen hohen Gewinn abwirft, groß.

Auch wenn nicht jede Aktie ein Volltreffer sein kann, überzeugte Mühlhoff die Zuhörer mit seinem deutlich überdurchschnittlich hohen Gewinn aus dem Vorjahr.

Michael Kelnberger: US-Zinswende wird Indizes auf den Weg nach oben nicht stoppen

Mit Michael Kelnberger wechselte die Vortragsreihe wieder zurück zum Aktienthema. Kelnberger ist unter anderem mit den “Volltreffer-Aktien” im Bereich der technischen Analyse aktiv.

Der erfolgreiche Trendfolge-Experte zeigte an verschiedenen Grafiken, warum DAX, DOW, Nikkei und andere Leitindizes weiter hochlaufen dürften und warum die US-Zinswende nicht dazu führen wird, dass die Rally an den Aktienmärkten beendet ist.

Natürlich ging Kelnberger auch auf den Schweizer Aktienmarkt ein. Sollte die Marke bei 9548 überwunden werden, wird ein sehr starkes Kaufsignal generiert, erklärte der Experte.

Rolf Morrien: Der Schock der Frankenaufwertung vergeht

Den Abschluss der Themenreihe lieferte Value-Experte Rolf Morrien. Das erfolgreiche Gevestor-Urgestein – unter anderem Chefredakteur von “Morriens Einsteiger Depot” und von “Rolf Morriens Power Depot” – hatte ebenfalls die Frankenaufwertung zum Thema. Morrien zeigte, warum das für Schweizer Unternehmen nachteilige Ereignis belastet, aber nicht die positive Wirtschaftsentwicklung abwürgen wird.

Es wurde deutlich, dass Schweizer Qualitätsunternehmen die höheren Kosten an die Kunden weitergeben können. Nachdem Michael Kelnberger also charttechnisch mit weiter steigenden Kursen Schweizer Aktien rechnet, lieferte Morrien auch noch die fundamentale Bestätigung.

Mit diesem positiven Gefühl wurden die Zuhörer dann gegen 17:00 Uhr „entlassen“. Die Referenten und Interessenten waren sich einig: Im kommenden Jahr sollte die Veranstaltung wiederholt werden. Das positive Feedback nahm das Gevestor-Team direkt auf und kündigte für 2016 den zweiten Anlegertag Zürich an.

Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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