2 Dinge warum Softing auf der Überholspur ist

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Mit Bestwerten war Softing in das Jahr 2015 gestartet, mit Bestwerten hat es das 1. Halbjahr abgeschlossen. Längst hat der Computer den Schraubenschlüssel in der Autowerkstatt abgelöst. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Mit Bestwerten war Softing in das Jahr 2015 gestartet, mit Bestwerten hat es das 1. Halbjahr abgeschlossen.

Längst hat der Computer den Schraubenschlüssel in der Autowerkstatt abgelöst.

Die Diagnose-Systeme von Softing finden jeden Fehler und sorgen für Rekordergebnisse.

Davon profitieren auch die Aktionäre mit Kurssteigerungen und hohen Dividenden.

Unternehmensprofil

Die Softing AG wurde 1979 gegründet und entwickelt seit dem komplexe, qualitativ hochwertige Software, Hardware und Systeme für die Steuerung und Kommunikation zwischen Maschinen und Bauteilen.

Das Unternehmen hat sich auf die Bereiche Automatisierungstechnik und Fahrzeugelektronik spezialisiert und ist dementsprechend in die Segmente “Industrial Automation” und “Automotive Electronics” gegliedert.

1. Namhafter Kundenkreis

Die Diagnose-, Mess- und Testsysteme sind bei namhaften Autoherstellern wie VW, Porsche, BMW und Daimler im Einsatz.

Daneben beliefert Softing Kunden aus den Branchen Energie, Maschinen-/Anlagenbau und Lebensmittelindustrie mit seiner Kommunikations-, Steuerungs- und Diagnosetechnologie.

Flankierend dazu werden Beratung, Analysen, Studien und Schulungen zu den Softing-Produkten angeboten. Die Softing-Gruppe umfasst neben 2 Kerngesellschaften 8 Tochterunternehmen.

Neuer Umsatzrekord

Im 2. Quartal hat Softing erneut ein Rekordergebnis eingefahren. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

Im Bereich Industrial Automation stieg der Umsatz in den ersten 6 Monaten 2015 um satte 48% auf 26,62 Mio. €, im Bereich Automotive Electronics war der Umsatz rückläufig.

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Der Rückgang resultiert aus dem Wegfall ausgelaufener Produkte, die im 1. Halbjahr 2014 noch eine Sonder-Konjunktur hatten.

Die Nachfolge-Produkte werden erst ab dem 4. Quartal 2015 spürbar zum Umsatz beitragen. Die Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr 2015 insgesamt mit 36,5 Mio. € um 2,9 Mio. € über dem Vorjahres-Niveau.

2. Spitzenwerte beim Auftragseingang

Zuwächse gab es auch bei Auftragseingang. Zum 30. Juni 2015 betrug der Auftragsbestand 10,2 Mio. €. Der Auftragseingang erhöhte sich um 40% auf 41,1 Mio. €.

Die Zahlen belegen: Softing hat die Weichen strategisch richtig gestellt und kann jetzt die Chancen, die der Markt bietet, optimal nutzen. Dies betrifft vor allem den Bereich Industrial Automation.

Realistische Ziele

Vom Jahreshoch bei 15,85 € hat die Softing-Aktie einiges an Wert eingebüßt. Dabei steht das Unternehmen nach der Übernahme der amerikanischen Online Development (OLDI) besser denn je da.

Softing bestätigte die Prognose zu Anfang des Jahres ohne Einschränkungen und erwartet eine Steigerung der Umsätze auf über 75 Mio. € bei einem EBITDA auf Höhe des Vorjahres.

Das 3. und 4. Quartal 2015 werden auch in diesem Jahr aufgrund von Lieferterminen bei Großaufträgen überproportional zu Umsatz, vor allem jedoch zum Ergebnis beisteuern.

Attraktive Dividende

Das Geschäftsmodell ist wenig zyklisch, zumal Softing kein Kfz-Zulieferer im engeren Sinn ist. Die Hard- und Software-Produkte werden nicht in Autos eingebaut, Anwender sind vielmehr die Werkstätten.

Zudem sind viele Kunden aus der Industrie, die Software von Softing nutzen, durch Serviceverträge langfristig an das Unternehmen gebunden. Dies sorgt für stabile Erträge.

Mit einer Eigenkapitalquote von 53% und Bargeld in Höhe von 4,4 Mio. € ist Softing solide finanziert. Das 2016er-KGV liegt bei 16. Damit ist die Aktie noch nicht zu teuer.

Die Aktionäre kommen auch nicht zu kurz: Für 2015 rechne ich mit einer Dividende von 35 Cent pro Aktie, was einer aktuellen Dividendenrendite von 3% entspricht.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.