2 sehr gute Aktien für nervöse Zeiten

Lassen Sie sich nicht von diesen nervösen Zeiten verunsichern. Wir haben zwei sehr gute Aktien für Sie. (Foto: Fotazdymak / Shutterstock.com)

Lassen Sie sich nicht von diesen nervösen Zeiten verunsichern. Wir haben zwei sehr gute Aktien für Sie, die laut unserem Experten Volker Gelfahrth genau die Sicherheit bieten, die Sie brauchen.

Nahrungsmittelhersteller: Keine Nervosität in Sicht

Nahrungsmittelhersteller gelten traditionell als eher langweilige Branche ohne große Wachstumsfantasie. Diese defensiven Eigenschaften werden aber gerade in nervösen Börsenzeiten geschätzt.

Dabei beweisen Unternehmen wie xxxx (darüber berichte ich morgen), die ein paar Nummern kleiner sind als Branchenführer Nestlé (5204), dass defensiv keineswegs langweilig ist.

Ein Grund für die schwache Kursentwicklung sind die Umsatzrückgänge bei 10 der 16 Unternehmen im vergangenen Jahr. Dies zeigt, dass auch der Nahrungs- und Genussmittelsektor nicht ungeschoren durch die Krise gekommen ist.

Ein weiterer Grund sind die explodierenden Preise für Rohstoffe wie Weizen und Kakao, die auf der Kostenseite belasten. Und nicht jeder Anbieter hat die Macht, die Preise zu erhöhen. Eine große Unbekannte für die weitere Entwicklung bleiben die Wechselkurse.

Während sich die osteuropäischen Währungen allmählich stabilisieren, kann man das von Pfund und Euro nicht behaupten. Margenfortschritte wie bei Hügli zeugen aber davon, dass die Produktion effizient ist und kaum Preiszugeständnisse gemacht wurden, um das Absatzvolumen zu halten.

Bei Unternehmen, die ihre Ertragskraft gestärkt haben, wird dies auch im Aktienkurs sichtbar. Paradebeispiel ist wiederum Hügli, das sein Angebot neu geordnet sowie Absatzkanäle und Produktionsstandorte im Ausland aufgebaut hat.

Tabakindustrie droht neues Ungemach

Neue Vorschläge sorgen in der Tabakindustrie für Aufregung. Die EU-Kommission erwägt, einheitlich aussehende, schwarz-weiße Zigarettenpackungen einzuführen und Logos, Schriftzüge und Farben von Schachteln zu verbannen.

Erlaubt wären nur noch Warnhinweise sowie der Markenname in kleiner Schrift. Zudem sollen Zusatzstoffe wie Zucker und Kakao verboten und Schockbilder eingeführt werden. Die EU argumentiert mit gesundheitspolitischen Erwägungen.

Die Tabakindustrie widerspricht den Plänen und sieht eine wettbewerbsrechtliche Diskriminierung aufgrund der Vernichtung von Markenrechten, die Zementierung von Marktanteilen, ein erschwertes Wahlrecht für Verbraucher und den Anstieg von Schmuggelware aus Nicht-EU-Ländern.

Zudem gebe es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Maßnahmen rechtfertigten. Bis die Überlegungen der EU umgesetzt werden, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Betroffen wären BAT (5212) und Philip Morris International (5215), deren EU-Anteil aber schon jetzt sukzessive sinkt, weil die größten Wachstumschancen in Asien, Afrika und Lateinamerika liegen.

Angriff auf den Zucker

Die Aktionäre von Südzucker (5213) sind beunruhigt: Wird Stevia den Zuckermarkt revolutionieren? Sicher ist: Die EU-Kommission wird das Wunderkraut spätestens 2011 zulassen. Allein die Blätter sind 30-mal süßer als Rohrzucker. Das Extrakt Steviosid soll bis zu 300-mal süßer sein.

Zugleich ist der Süßstoff nahezu kalorienfrei, greift die Zähne nicht an, ist für Diabetiker geeignet und billiger als Zucker. Für die Lebensmittelindustrie birgt die Pflanze daher enormes Potenzial. Schon jetzt wächst der Stevia-Anteil in Lebensmitteln rasant.

Schätzungen zufolge wird der Umsatz der mit Stevia-Produkten gesüßten Lebensmittel von 100 Mio $ im letzten Jahr auf 2 Mrd $ im nächsten Jahr steigen. Coca-Cola, PepsiCo und Kraft (5202) süßen bereits ihre Produkte mit Stevia.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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