2 Tipps – gültig bis 16.09.2016

Der September bietet Ihnen bis zum 16.09.2016 die Chance, mit Abstauber-Limits günstig zu kaufen und mit ambitionierten Verkaufs-Limits gewinnoptimiert zu verkaufen.

Denn es tanzen wieder die Hexen, die alles durcheinander wirbeln. Den Hexentanz können Sie nutzen.

Hexen haben Hochkonjunktur

Die Hexen haben bis Freitag kommender Woche Hochkonjunktur und „tanzen“. (Das erkläre ich gleich.)

Der „Tanz der Hexen“ sorgt für zusätzliche Volatilität der Märkte. Diese können Sie für günstige Kauf- und Verkaufsorders nutzen.

DAX 30 mit großen Schwankungen

100 bis 200 Punkte Bewegung im DAX 30 an einem Tag sind derzeit keine Besonderheit; eine Bewegung von mehreren 100 Punkten innerhalb einiger Tage ist eher Normalität als Ausnahme.

So notierte der DAX 30 im vorigen Monat August im Tief mit 10.092 Punkten und im Hoch mit 10.802 Punkten. Eine Differenz von 710 Punkten.

Volatile Börse trifft auf Hexensabbat

Derzeit haben wir durch die vielen Krisen und Kriege volatile Börsen. Der Tanz der Hexen sorgt für zusätzliche Bewegung.

Denn am 16.09.2016 ist der „große Verfallstag“, auch „dreifacher Verfallstag“ bzw. „Hexensabbat“ genannt.

Das ist der Hexensabbat

Am 3. Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember kommt es an den Börsen zum Hexensabbat.

An diesem Tag laufen an den Terminbörsen Optionen und Futures auf die Indizes wie z. B. DAX, TecDAX und EuroStoxx sowie Optionen auf Aktien aus.

Der Hexensabbat fällt an allen wichtigen Börsen dieser Welt auf denselben Tag. In den USA verfallen zu diesem Termin Optionen und Futures auf Indizes wie Dow Jones, Nasdaq, S&P500 und auf Aktien.

Kursschwankungen und Hexensabbat gehören zusammen

Vor dem Hexensabbat kommt es oft zu deutliche Schwankungen vieler Aktienkurse, die weder fundamental noch charttechnisch erklärbar sind. Der Grund liegt woanders.

Institutionelle Anleger bewegen Aktienkurse zu ihren Gunsten

Institutionelle Anleger wie z. B.Fonds, Hedgefonds oder Investment-Banken halten vielfach große Bestände an Call-Optionen und Put-Optionen.

Am Hexensabbat werden diese Optionen abgerechnet und durch Glattstellung oder Kauf und Verkauf von Aktien (Basiswerte der Optionen) ausgeglichen.

1 bis 2 Wochen vor dem Hexensabbat versuchen institutionelle Anleger oft, die Kurse der Basiswerte ihrer Optionen durch Kauf und Verkauf an der Börse zu ihren Gunsten zu bewegen.

Sie wollen damit für sich selbst günstige Kurse zur Abrechnung erreichen.

Hexensabbat sorgt für keine neuen Trends

Diese durch den Hexensabbat begründeten Käufe und Verkäufe führen oft zu deutlichen Kursbewegungen. Aber sie leiten keinen neuen Trend ein.

Typischerweise können Sie beobachten, dass sich die Kurse nach dem Hexensabbat wieder auf das Niveau von vor dem Hexensabbat einpendeln.

Es gibt oft keine durch Nachrichten belegten Gründe für die Kursbewegungen im Vorfeld des Hexensabbats.

Es scheinen „mystische Bewegungen“ der Kurse zu sein. Sie gleichen dem tanzenden Auf und Ab der Hexen bei ihrem Besenritt.

Wegen dieser „mystischen“ Kursschwankungen hat der große bzw. dreifache Verfallstag seinen umgangssprachlichen Namen: Hexensabbat.

Am 16.09.2016 ist wieder Hexensabbat: 2 Tipps

Das Auf und Ab der Kurse bis zum Verfallstag müssen Sie deshalb auch unter dem Gesichtspunkt des Hexensabbats betrachten. Dazu 2 Tipps:

  1. Messen Sie hohen Kursausschlägen vor dem Hexensabbat keine große Bedeutung bei. Sie sind durch den Hexensabbat begründet und kündigen keinen neuen Trend an.
  1. Wenn Sie vor dem Hexensabbat Käufe oder Verkäufe von Optionen planen, versuchen Sie diese mit Limits durchzuführen, die deutlich niedriger (beim Kauf) oder höher (beim Verkauf) als der aktuelle Kurs an der Börse liegen (Abstauber-Limits). Das muss nicht zum günstigen Kauf oder Verkauf führen, das kann es aber. Einen Versuch ist es wert.

Zum guten Schluss: Heute vor 118 Jahren, also am 07.09.1898, kam der US-amerikanische Schriftsteller Henry Morton Robinson zur Welt. Er wusste zu berichten:

„Wir sind Diplomaten. Das heißt: Wenn wir sagen, was wir denken, haben wir uns versprochen.“

Na, die Gefahr, dass sie sagen, was sie denken, besteht bei vielen Politkern und hochrangigen Bankern wohl nicht. Ich jedoch bemühe mich, genau das zu tun. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich Ihnen beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

7. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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