2014, 2016, 2018….

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Die Lichter gehen aus! Ich mache sie wieder an! Auf was Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Seit dem Januarhoch bei etwa 13.700 Punkten hat der DAX bereits -2.600 Punkte verloren.

Die Hälfte davon wurde alleine im Oktober in zwei Abwärtswellen abgegeben. Damit gehört der Oktober mal wieder zu den schlechtesten Börsenmonaten.

2014, 2016, 2018 ist keine Aufzählung von WM-Titeln, sondern in diesen Jahren war jeweils der Oktober schlecht. 2013, 2015, 2017 war der Oktober hingegen gut.

Nach 2014 und 2016, also den schlechten Oktoberjahren, konnte der DAX anschließend jeweils eine auffällig starke Kursrally hinlegen. Es ging um +4.000 Punkte und +3.500 Punkte aufwärts!

Wenn das Gesetz der Serie Bestand hat, dann dürfen alle Anleger hoffen, dass der Ausverkauf bald vorbei ist und die Börsen in den Rallymodus wechseln! Das ist natürlich nur ein schwacher Trost, aber angesichts der weiter tiefen Zinsen in Europa und des damit verbundenen Anlagenotstands absolut denkbar.

Sie werden auch im langfristigen Chartbild vom DAX erkennen, dass es durchaus weitere Anzeichen für eine mögliche Trendwende gibt.

Aber zunächst einmal zum katastrophal aussehenden kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Die 11.000 im Visier!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index erkennen Sie zunächst, dass die 12.450er Marke (grüne Trendlinie) an der Oberseite trotz mehrerer Anläufe nicht überwunden wurde. Sie fungiert als starker Widerstand und „Casus Knacktus“! Wird sie überwunden, dann wäre der mittelfristige Aufwärtstrend geknackt und der DAX frei für neue Anläufe auf das Allzeithoch!

Das ist aber nicht gelungen und der Index glitt in 2 Wellen recht steil abwärts (rote Trendkanäle). Dabei wurde die Zwischenerholung (blauer Trendkanal) bei 11.800/900 gestoppt, bevor die zweite Abwärtswelle rollte. Und genau dieses Niveau muss der DAX-Index zunächst überwinden, um überhaupt an eine Rally zu denken. Achten Sie also auf die 11.800/11.900 Punkte-Marke oben. Sollte sie geknackt werden, wird der DAX sehr schnell auf die 12.450 zulaufen und den mittelfristigen Abwärtstrendkanal an der Obergrenze testen!

Aber vorher liegt noch eine GAP-Hürde! Sie ist im Bereich zwischen 11.400 und 11.500 Punkten zu finden (schwarze Ellipse). Dieses GAP (Kurslücke) muss zunächst geschlossen werden. Sollte also der DAX den schraffierten Bereich erreichen und überspringen, dann dürfen Sie zunächst einmal aufatmen. Denn das könnte ein erstes Anzeichen für ein Ende der Abwärtsbewegung sein.

Soviel zum Blick nach oben.

Aktuell besteht aber immer noch das Risiko bis runter auf 11.000 Punkte! Denn dort befindet sich die untere Begrenzung des steilen Abwärtstrendkanals. Auch 10.800 Punkte könnten in diesem Zuge kurzzeitig getestet werden.

Dies wird auch im mittelfristigen Chartbild vom DAX-Index sichtbar:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

DAX Logo RED_shutterstock_1027543759_Pavel Ignatov

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Mittelfristiger Abwärtstrend fast ausgeschöpft!

Sie erkennen im mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild, dass der DAX-Index schon seit Jahresbeginn einen Abwärtstrend befolgt (roter Trendkanal).  Nach den jüngsten beiden Abwärtswellen liegt er nun kurz vor der unteren Begrenzung dieses Abwärtstrendkanals.

Diese Unterstützung sollte den DAX-Index zunächst bremsen. Sie liegt aktuell bei etwa 10.800/11.000 Punkten. Ob dann eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung obere Begrenzung erfolgt, ist freilich nicht vorherzusagen, es besteht aber zumindest eine gute Chance auf eine erste Stabilisierung.

Und auch im Langfristchartbild vom DAX-Index ist dieses positive Szenario kein Tabu!:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Die Chance ist da, sie muss nur genutzt werden!

Im langfristig völlig intakten Bullenmarkt (übergeordneter dunkelblauer Trendkanal) erkennen Sie einen weiteren langen Innentrend (hellblaue Linien). Dieser hat seit 2011 mit nur einer einzigen Ausnahme Bestand. Das war die Übertreibung nach oben im 1. Quartal 2015 (roter Hügel). Ansonsten wurde jeweils bei Erreichen der Obergrenze wie auch der Untergrenze eine Trendumkehr eingeleitet!

Und genau da befindet sich der DAX nun nach seiner Korrektur.

Dieser mögliche Umkehrpunkt wird zusätzlich durch die untere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals gestützt (roter Trendkanal)! Sie schneiden sich praktisch in diesen Tagen/Wochen.

Rein charttechnisch gibt es absolut Hoffnung, dass die Abwärtsbewegung im DAX schon bald gestoppt werden könnte!

FAZIT:

Ich bleibe dabei: Es ist noch lange nicht aller Tage Abend!

Der DAX-Index hat durchaus Chancen, eine saftige Jahresendrally zu starten. Als Zeitpunkt käme rein charttechnisch etwa Mitte November in Betracht.  Das passt übrigens genau auf die Verhandlungen von China mit den USA und auf die Midterm-Elections in den USA.

Also warten wir einmal ab, ob die Schar der Börsenpessimisten nicht völlig danebenliegt und der DAX am Jahresende deutlich höher steht. Vergessen Sie auch nicht das Sentiment. Wenn nämlich der Index einmal den mittelfristigen Abwärtstrend nach oben überwunden hat, treffen auf die aktuell ausgebombten Kurse zusätzlich Shorteindeckungen. Eine so genannte Short-Squeeze hat brutal steigende Kurse zufolge.

Auch das bleibt: Ich möchte Ihnen hier keinesfalls das blinde Bild einer nur positiven Aussicht vermitteln. Aber ich möchte Ihnen aufzeigen, dass der allgemein doch sehr verbreitete Frust etwas übertrieben scheint und auch schnell einer Euphorie weichen könnte.

Sie sollten auf jeden Fall aktuell den Blick auf den Schnittpunkt 10.800/11.000 behalten! Die markanten Niveaus auf dem Weg nach oben sind 11.400/500 und 11.800/900. An die 12.450 denken wir noch nicht, sie wäre das absolute Sahnehäubchen für die DAX-Bullen!

Ich empfehle Ihnen weiterhin, sich erst richtungsgebunden zu orientieren, wenn klar ist, wohin die Reise geht!

Sie verpassen nichts, denn es gibt genug Potenzial nach oben.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!